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Bauwirtschaft und Bauqualität

Die Bauwirtschaft hat als Schlüsselbranche in Deutschland weiterhin eine besondere Bedeutung: Im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe werden weit mehr als die Hälfte aller Investitionen getätigt. Mit den vor- und nachgelagerten Bereichen wie der Baustoffindustrie oder den Baumaschinenherstellern umfasst die gesamte Wertschöpfungskette Bau rund 3,5 Millionen Beschäftigte. Die Politik unterstützt die Bauwirtschaft daher bei Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung im Bauwesen. Sie gibt Impulse für einen nachhaltigen Produktivitäts- und Qualitätswettbewerb im Baubereich.

Neben der volkswirtschaftliche Relevanz der Baubranche ist das Thema Bauqualität - bedingt durch Langlebigkeit, Komplexität und Kostenintensität der Produkte sowie die Wirkung der "gestalteten Umwelt" - von herausragender Bedeutung.

Bauqualität umfasst neben der architektonischen und städtebaulichen Produktqualität auch ökologische, soziale und ökonomische Aspekte, wobei das Bauwerk über den gesamten Lebenszyklus zu betrachten ist. Die organisatorische Prozessqualität trägt zu einem effizienten Abwicklung von Bauvorhaben bei.

Diesem ganzheitlicher Ansatz folgend, befasst sich das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) auch mit den Regelwerken im Baubereich (Vergaberecht, RBBau, Standardisierung von Verfahren im Baubereich, z.B. im Gemeinsamen Ausschuss Elektronik im Bauwesen, GAEB).

Die Betreuung eines "Bauqualitätsbericht" hat zum Ziel, Handlungsmodule zu entwickeln, die die Beseitigung und Vermeidung von Bauschäden in Verbindung mit einem ausgefeilten Qualitätsmanagement durchführbar machen.