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Brandschutz

Aufgaben des BBR

Das BBR ist Bauverwaltung und Bauaufsicht vor allem für Verwaltungsgebäude, Ministerien, Forschungseinrichtungen und Museen, aber auch Botschaftsgebäude und Konsulate sowie Goethe-Institute im Ausland.

Diese Vorhaben zählen in der Regel zu den "nicht geregelten Sonderbauten" bei denen im Einzelfall zur Verwirklichung der allgemeinen Anforderungen besondere Anforderungen gestellt oder Erleichterungen von den baurechtlichen Vorschriften gewährt werden können.

Als Hilfestellung für die Fachplaner der gesamten Bundesbauverwaltung wird daher der Brandschutzleitfaden für Bauten des Bundes weiterentwickelt, sowie in besonderen Fällen eine Einbeziehung in konkrete Planungen vorgenommen.

Darüber hinaus werden Schulungen und Seminare für die Bauverwaltung durchgeführt und durch die Mitarbeit in zahlreichen Gremien wird die Kompetenz im Brandschutz der Bundesbauverwaltung auch gegenüber den gesetzgebenden Bundesländern dargestellt.

Brandschutzleitfaden

Aufgrund der Auswertung der Anregungen und Bedenken aus den vergangenen Jahren wurde der Brandschutzleitfaden im Jahr 2006 fortgeschrieben.

Der Brandschutzleitfaden versteht sich als Ratgeber bei Brandschutzplanungen durch die staatliche Bauverwaltung oder entsprechende Fachplaner und als Verständnishilfe für die Nutzer und Bedarfsträger zur Akzeptanz von Brandschutzmaßnahmen.

  • Der Leitfaden gibt für die staatliche Bauverwaltung einheitliche Brandschutzgrundsätze für Planung, Durchführung, Betrieb und Instandhaltung vor.
  • Der Leitfaden zeigt, dass Brandschutzkonzepte eigenständige Planungen darstellen, die nicht als Nebenprodukt bei einzelnen Gewerkeplanungen anfallen.
  • Der Leitfaden bringt den Zweck und die Ziele des Brandschutzkonzeptgedankens klar zum Ausdruck und leitet zur Erstellung von ganzheitlichen Brandschutzkonzepten an.
  • Der Leitfaden erlaubt es, über eine Schutzzielbetrachtung und Risikoabwägung die Vollständigkeit eines gebäudespezifischen Brandschutzkonzeptes zu überprüfen.
  • Weiterhin gibt der Leitfaden Hilfestellung bei der strukturierten Entwicklung eines Brandschutzkonzeptes.

Ziel des Leitfadens ist es nicht, die materielle Anforderungen der Bauordnungen zu beschreiben, sie zu umgehen oder prinzipiell alternative Methoden anzuwenden. Unter diesen Prämissen wurde der Brandschutzleitfaden für Gebäude des Bundes vom Arbeitskreis fachlich überarbeitet.

Als wesentliche Änderungen sind folgende zu erwähnen:

  • Der Geltungsbereich wird von rein zivilen Baumaßnahmen des Bundes auch auf die Liegenschaften der Bundeswehr ausgeweitet.
  • Die regelmäßigen Prüfungen (Prüfung der technischen Anlagen und Einrichtungen, Brandverhütungsschau, Brandschau der Feuerwehr, jährliche Baubegehung) und auch die "Wiederkehrenden bauaufsichtlichen Prüfungen" werden behandelt. Die Pflicht zur Durchführung einer Brandverhütungsschau wird verbindlich auf einen Turnus von drei Jahren festgelegt.
  • Das Kapitel Fachbauleitung Brandschutz ist hinzugekommen.
  • Hinweise bei Bundesbaumaßnahmen im Ausland wurden ergänzt.
  • Ingenieurmethoden für Nachweise im Brandschutz - bisher nur schlagwortartig erwähnt - werden ausführlicher dargestellt.
  • Brandmeldeanlagen werden in einem eigenen Kapitel behandelt (zu beachten ist hierbei die Klarstellung in Bezug auf die Anwendung der DIN 14675 - Zertifikate für den Nachweis von Fachkunde und von Qualitätsmanagementsystemen sind nicht erforderlich).
  • Erstmals werden Kompensationsmaßnahmen in Tabellenform beschrieben.
  • Großen Wert legt der Leitfaden auf die neu gefasste Dokumentation von Brandschutzkonzepten. Er lehnt sich hierbei an die Bauprüfverordnung NRW und das Brandschutzkonzept der Vereinigung für den Deutschen Brandschutz (vfdb) an.


Brandschutzleitfaden für Gebäude des Bundes

Zusatzinformationen

Kontakt

Paul Schmitz
Referat II 4 - Bauwesen, Bauwirtschaft, GAEB
Tel.: +49 228 99401-1521