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Modelle genossenschaftlichen Wohnens - Altersvorsorge und Wohnungsgenossenschaften

Private Altersvorsorge gewinnt zunehmend an Bedeutung. Neben Altersvorsorgeprodukten zur Rentenerhöhung kann auch die Reduzierung von Wohnkosten einen wesentlichen Beitrag zur privaten Altersvorsorge leisten. Hierzu wurden im Rahmen des Forschungsvorhabens Altersvorsorgeangebote für Mitglieder von Wohnungsgenossenschaften entwickelt.
Projektlaufzeit: Oktober 2004 - Dezember 2006

Die private Altersvorsorge gewinnt angesichts der demographischen Entwicklung und ihrer Wirkungen auf die Sozialsysteme zunehmend an Bedeutung. Hiervon werden insbesondere die Haushalte betroffen sein, die über keine oder nur geringe Vermögenswerte verfügen.

Angesichts dieser zu erwartenden Entwicklungen ist es insbesondere für Mieterhaushalte wichtig sowohl die Wohnkosten im Alter möglichst niedrig zu halten als auch langfristige Sicherheit bei den Wohnkosten zu erreichen. Daher sind Modelle und Ansätze der Altersvorsorge, die speziell auf eine Dämpfung der Wohnkosten abzielen und ein hohes Maß an Verlässlichkeit bieten, von besonderem Interesse.

Wohnungsgenossenschaften bieten dafür insgesamt gute Voraussetzungen. Bereits heute wohnen überproportional viele ältere Menschen bei Wohnungsgenossenschaften. Mitgliederbefragungen zeigen immer wieder, dass für diese Gruppe "Sicherheit" und "günstige Mieten" zentrale Argumente für das Wohnen bei einer Genossenschaft darstellen. Wohnungsgenossenschaften haben im Hinblick auf die Mitgliedernähe und aufgrund positiver Wohnerfahrungen ihrer Mitglieder gute Voraussetzungen, mit Angeboten zur Wohnkostenreduzierung eine Alternative oder Ergänzung zu anderen Vorsorgemodellen zu bieten.

Vor diesem Hintergrund hat die Expertenkommission Wohnungsgenossenschaften den Genossenschaften empfohlen, für ihre Mitglieder Angebote zur Wohnkostenreduzierung im Alter zu entwickeln. Auf diese Weise soll ein Vorsorgeangebot geschaffen werden, das zum einen zur Bindung von Mitgliedern an die Genossenschaft beiträgt und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, die Eigenkapitalbasis der Genossenschaften zu verbessern.

Die Expertenkommission hat folgende Möglichkeiten für Altersvorsorgeangebote aufgezeigt:

  • Den Erwerb zusätzlicher Geschäftsanteile zum Aufbau eines Kapitalstocks, der im Alter zur Reduzierung der Wohnkostenbelastung genutzt werden kann.
  • Den Erwerb von Dauerwohnrechten (§§ 31 ff. WEG), bei denen während der Laufzeit kein Nutzungsentgelt zu entrichten ist und die auf die spezifischen Bedürfnisse im Alter hin ausgestaltet werden können.
  • Die Nutzung von Spareinrichtungen durch Wohnungsgenossenschaften, um Vorsorgeprodukte (z.B. "Riesterrente") anbieten zu können.

Hauptziel war es, eine möglichst große Bandbreite von unterschiedlichen Altersvorsorgeinstrumenten in ihrer unterschiedlichen und damit für verschiedene Wohnungsgenossenschaften geeigneten Ausgestaltung anwendungsreif zu entwickeln.

Auftragnehmer des Forschungsvorhabens war ANALYSE & KONZEPTE Beratungsgesellschaft für Wohnen, Immobilien und Tourismus mbH, Hamburg.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Mathias Metzmacher
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-2620
Fax: +49 228 9910 401-2620