Navigation und Service

Öffentliche Fahrradverleihsysteme - innovative Mobilität in Städten

Öffentliche Fahrradverleihsysteme waren und sind Teil moderner, kommunaler Mobilitätsstrategien. Beispiele sind Call a Bike in München, Citybike in Wien, "Vélib" in Paris und London. Fahrradverleihsysteme bieten neue Optionen für die spontane Alltagsmobilität, für Pendler in Innenstädten und peripheren Arbeitsplatzschwerpunkten, für den Freizeitverkehr in der Stadt und der Region.

Projektlaufzeit: November 2009 - Dezember 2011

Die Zukunft liegt in der konsequenten Integration des Fahrradverleihs in den ÖPNV. Die sechs Projekte des Modellvorhabens "Öffentliche Fahrradverleihsysteme - innovative Mobilität in Städten" zeigen Ansätze und Erfahrungen der organisatorischen, betrieblichen und tariflichen Integration.

Der systematische Verleih von Fahrrädern in Innenstädten hat dieses Verkehrsmittel auch für Gelegenheitsnutzer zunehmend attraktiv gemacht. Eine besondere Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang die Einbindung von Fahrradverleihsystemen in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) dar.

Für die Jahre 2009 bis 2012 stellte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) bis zu 12,7 Millionen Euro im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs zur Verfügung. Im Zuge des Wettbewerbs "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme – neue Mobilität in Städten" wurden im August 2009 Modellregionen und -städte ausgezeichnet, die Konzepte für innovative und mit dem ÖPNV verknüpfte Fahrradverleihsysteme entwickelt haben.

Die geförderten Projekte werden weitgehend von mittelständischen Strukturen getragen. Sie repräsentieren dabei ganz unterschiedliche konzeptionelle Ansätze für die Ausgestaltung von Fahrradverleihsystemen. Sie umfassen neben Städten und Ballungsräumen auch eher ländliche Räume, in bergigem Gelände ebenso wie im flachen Land.

Organisatorisch werden sie von privaten Unternehmen, von öffentlichen Verkehrsbetrieben oder den Kommunen betrieben. Sie dienen der Alltagsnutzung oder auch touristischen Zwecken.

Mit dem Modellversuch ergriff der Bund die Chance zur Erprobung sozialer, technischer und organisatorischer Innovationen. Die angebotsseitige und tarifliche Integration eines individuell nutzbaren Verkehrsmittels in das Verkehrsangebot des ÖPNV war methodisches Neuland, für das noch keine empirisch gestützten Erfahrungen und Evaluationen vorlagen. Die vom Bund geförderten öffentlichen Fahrradverleihsysteme wurden daher im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes evaluiert. Das BBSR hatte dazu eine Forschungsassistenz eingerichtet.

Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen topographischen, städtebaulichen, sozialen und infrastrukturellen Ausgangsbedingungen konnten erste Schlussfolgerungen zu den erforderlichen Umsetzungsbedingungen, den fördernden und hemmenden Faktoren bei der Konzeption sowie zur technischen Realisierung gezogen werden.

Das Projekt wurde durchgeführt vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik gGmbH.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Thomas Wehmeier
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-1235