Integration und Stadtteilpolitik
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In der Diskussion um wirksame Strategien zur Förderung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Kommunen hat das Quartier eine wesentliche Bedeutung für den Erfolg integrationspolitischer Konzepte. Neben kommunalen Integrationskonzepten existieren oftmals auf Quartiersebene integrierte Handlungsansätze (z.B. "Soziale Stadt"). Das Forschungsfeld stellt Verfahren und Strukturen in den Mittelpunkt, die stadtteilbezogene handlungsorientierte Konzepte und gesamtstädtische, strategische Integrationskonzepte wirkungsvoll miteinander verknüpfen.
Ausgangslage
Das Thema Integration hat sowohl in der Fachdiskussion als auch in der Politik einen hohen Stellenwert. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund wird auch in Zukunft eine Schlüsselaufgabe für Bund, Länder und Kommunen bleiben. Mit dem Nationalen Integrationsplan wurde anerkannt, dass den Kommunen eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Integration zukommt. Das Forschungsfeld "Integration und Stadtteilpolitik" baut auf die Ergebnisse der ExWoSt-Vorstudie auf (siehe Rubrik "Links"), die Grundlage der vertiefenden Bilanz zum Thema "Integration vor Ort" im Ersten Fortschrittsbericht zum Nationalen Integrationsplan war. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen begleitete die Erarbeitung des Berichts. Mit dem Forschungsfeld "Integration und Stadtteilpolitik" wird die Selbstverpflichtung im Rahmen des Nationalen Integrationsplans umgesetzt, Modellvorhaben zu Integrationskonzepten auf kommunaler Ebene zu unterstützen und durchzuführen.
Integrationspolitische Strategien und lokale Handlungskonzepte haben sich bislang eher losgelöst voneinander entwickelt und werden getrennt umgesetzt. Das Forschungsfeld setzt an der These an, dass eine Zusammenführung der beiden Ebenen die Wirkung deutlich steigert.
Zielsetzung
Zentrales Anliegen des Forschungsfeldes ist es, die Rahmenbedingungen und Chancen für eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern, vor allem in sozial benachteiligten Stadtquartieren. Dabei schließt Integration auch die sozial ausgegrenzte einheimische Bevölkerung ein.
Das Forschungsfeld soll dazu beitragen, Konzepte und Maßnahmen zu erproben, die auch unter Bedingungen sozialräumlicher Segregation die Entwicklungs- und Partizipationschancen von Migrantinnen und Migranten in städtischen Quartieren verbessern. Dabei soll neben den Aspekten der Partizipation, der interkulturellen Öffnung und der Vernetzung der Fokus besonders auf eine verbindliche kommunale Quartiersplanung und deren Einbindung in eine gesamtstädtische Entwicklungsstrategie gelegt werden.
Zusammen mit dem Bearbeiterteam werden die Kommunen die Rahmenbedingungen und Potenziale der Integration vor Ort ermitteln, einen Überblick über die laufenden und geplanten Projekte gewinnen und davon ausgehend quartiersbezogene Integrationsstrategien entwickeln.
Projektbeginn: November 2009

