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Urbane Strategien zum Klimawandel: Kommunale Strategien und Potenziale

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Der Forschungsschwerpunkt 1 (StadtKlima) setzte sich mit der Anpassung an den Klimawandel in Städten und Gemeinden auseinander. In insgesamt neun Modellprojekten wurden spezifische Konzepte, Strategien und Maßnahmen entwickelt. Die Arbeit der Modellprojekte wurde durch Expertisen unterstützt, in denen einzelne Fragestellungen vertieft bearbeitet wurden.

Projektlaufzeit: Dezember 2009 - November 2013

Aktuelles


Ausgangslage

Stadträume sind aufgrund der Dichte ihrer Bebauung und der Intensität der wirtschaftlichen Tätigkeit besonders sensitiv (empfindlich) gegenüber Klimaänderungen. Das betrifft vor allem das häufigere und stärkere Auftreten von Starkregen und Hochwasser. Zudem führen hochsommerliche Hitzeperioden dazu, dass sich Städte aufgrund der Versiegelung und der eigenen Wärmeproduktion stärker aufheizen als das Umland. Trockenperioden können zu Wassermangel und Bränden führen. Viele Kommunen haben daher erkannt, dass Aktivitäten im Klimaschutz alleine nicht ausreichen. Es müssen urbane Handlungskonzepte sowohl zum Klimaschutz als auch zur Anpassung an die Klimafolgen integriert entwickelt werden.

Zentrales Anliegen des Forschungsvorhabens war es zu untersuchen, wie Kommunen mit den Auswirkungen des Klimawandels erfolgreich umgehen können. Dabei standen insbesondere die lokalen Akteure (Kommunalpolitik, Verwaltung, Unternehmen, Bürger etc.) und Instrumente (Bauleitplanung, formelle und informelle Instrumente der Stadtentwicklung) im Fokus. Eine besondere Herausforderung für das Forschungsfeld ergab sich aus dem Umgang mit den Unsicherheiten von Klimafolgenanalysen.

Ausgerichtet an den lokalen Handlungserfordernissen wurden in den Modellprojekten bis Anfang 2013 Strategien, Konzepte und Maßnahmenansätze zur kommunalen Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Dies erfolgte unter Einbindung engagierter Akteursnetzwerke und in enger Abstimmung mit anderen Projekten der Klimafolgenforschung von EU, Bund und Ländern.

Ziele

Die Ziele der Modellprojekte waren:

  • die modellhafte Erprobung integrierter Handlungskonzepte speziell zum klimawandelgerechten Stadtumbau im Sinne der Bestandserneuerung (Leitbild der kompakten Stadt)
  • realistische und innovative Strategien zum Umgang mit Unsicherheiten beim Akteurshandeln
  • die Weiterentwicklung des Stadtklimalotsen zur kommunalen Anpassung an den Klimawandel
  • die praxisbezogene Prüfung bestehender und neuer (städtebaurechtlicher) Instrumente
  • die effiziente Nutzung von Kosten zur Anpassung und der Beitrag der Maßnahmen zur Beschäftigung und Stabilität auf städtischer/stadtregionaler Ebene
  • die Motivierung zivilgesellschaftlicher Partner (Stakeholder)
  • die Förderung kommunaler Handlungsfähigkeit (Governance) und der Aufbau dauerhaft tragfähiger Akteursnetzwerke
  • die Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen und akteursgruppenspezifischer Öffentlichkeitsarbeit

Dabei kam es darauf an, die gemeinsamen Ziele bei klimarelevanten Maßnahmen mit anderen drängenden Aufgaben der Stadtentwicklung, z. B. der Bewältigung des demografischen und strukturellen Wandels oder Aktivitäten im Klimaschutz zu verknüpfen.

Eine Bundesforschungsassistenz betreute die Modellräume bei der Umsetzung der klimawandelbezogenen Maßnahmen. Beauftragt mit der nationalen Forschungsassistenz war plan + risk consult (Prof. Dr. Greiving und Team) in Kooperation mit BPW baumgart + partner (Dipl.-Ing. Frank Schlegelmilch und Team).