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Urbane Strategien zum Klimawandel: Kommunale Strategien und Potenziale

Konzept (I)

Vorbereitet wurde das Modellvorhaben durch die Vorstudie "Klimawandelgerechte Stadtentwicklung – Ursachen und Folgen des Klimawandels durch urbane Konzepte begegnen". Von 2009 bis 2010 wurden Handlungsfelder sowie Anpassungsstrategien der Stadtentwicklung im Klimawandel untersucht und mehrere Expertisen zum Thema veröffentlicht.

Arbeitsschritte

  • Im September 2009 wurden auf Basis eines bundesweiten Projektaufrufs neun Modellprojekte zur Teilnahme am Forschungsfeld ausgewählt. Hierbei wurde darauf geachtet, dass die Modellprojekte ein möglichst breites Spektrum an Stadttypen innerhalb Deutschland abbilden.
  • Die ExWoSt-Förderung sah die Unterstützung aller Modellprojekte durch eine lokale Forschungsassistenz vor.
  • Zwischen Ende 2009 und Anfang 2013 wurden die Modellprojekte sowohl durch die lokalen Forschungsassistenzen wie auch die Bundesforschungsassistenz wissenschaftlich begleitet. Neben der fachlichen Unterstützung und Beratung stand der Erfahrungsaustausch zwischen den Modellvorhaben im Vordergrund. Drei Querschnittsworkshops dienten dem internen Austausch zu spezifischen Fragestellungen zwischen den kommunalen Projektträgern. Auf drei Fachkonferenzen (Auftakt, Zwischen- und Ergebniskonferenz) konnten die Modellprojekte ihre Arbeit an dem Forschungsvorhaben öffentlichkeitswirksam präsentieren.
  • Parallel zur Betreuung der Modellvorhaben begann die Bundesforschungsassistenz mit der Arbeit an sieben Expertisen. Die Themenfelder der Expertisen wurden aus den Forschungs- und Handlungsbedarfen identifiziert, welche sich in den Modellprojekten ergaben.
  • In der abschließenden Phase wurden die Ergebnisse der Modellprojekte im Querschnitt ausgewertet. Die Erkenntnisse wurden in die sieben Expertisen integriert. Erste Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben wurden auf der Konferenz "Klimawandelgerechte Stadtentwicklung in der Praxis" im Oktober 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Forschungsleitfragen

Folgende Aufgabenfelder und Forschungsfragen standen im Vordergrund:

  • Effekte und Verletzbarkeit: Wie und wo wird das Stadtklima durch den Klimawandel verstärkt? Welche Typisierung erfolgt daraus? Welche spezifische Verletzbarkeit und Anpassungsfähigkeit von Städten und deren baulicher und Netzinfrastruktur gibt es?
  • Aktionsfelder: Welches Aufgabenspektrum von Städten zur Formulierung von Schutz-, Minderungs- und Anpassungsstrategien ist zu erarbeiten?
  • Leitbilder: Was ist eine klimaangepasste, optimale Siedlungsstruktur? Wie verträgt sie sich mit städtebaulichen Leitbildern?
  • Akteure: Welche Akteure sind für welche Anpassungs- und Schutzmaßnahmen zuständig? Wie lassen sich Akteure und Betroffene motivieren, trotz Unsicherheiten der Klimaprojektionen und langfristiger Umsetzung?
  • Umgang mit Unsicherheit: Wie gelingt ein klimagerechter Stadtumbau trotz leerer öffentlicher Kassen und trotz Unsicherheiten von Szenarien der wirtschaftlichen, energiepolitischen, demographischen und klimatischen Entwicklung?
  • Rolle der Kommunen: Welche Entscheidungen sind auf kommunaler Ebene für den öffentlichen Raum zu treffen? Welche Anreize können für den privaten Bereich gegeben werden? Wie kann die Rolle von Kommunen dabei gestärkt, wie können Rahmenbedingungen zur Umsetzung verbessert werden? Welche Relevanz hat der Klimawandel für die aktuellen Stadtentwicklungsprozesse?
  • Strategien: Wie lassen sich Schwerpunkte (sektoral, räumlich) kommunaler Handlungskompetenz identifizieren? Welche Kosten sind damit verbunden? Welche Entwicklungschancen ergeben sich aus der Anpassung an den Klimawandel?