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Jugend.Stadt.Labor

Junge Menschen haben starke, eigene Vorstellungen zur Gestaltung ihres Lebensumfeldes. Wenn sie über selbstbestimmte Strukturen und Räume verfügen, können sie diese Vorstellungen auch überzeugend umsetzen und durch ihre Kreativität und ihr Engagement entscheidend zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung beitragen. Dies haben zahlreiche Projekte in den vorangegangenen Forschungsfeldern "Young Energies" und "Jugend belebt Leerstand" erfolgreich gezeigt. Das neue Forschungsfeld "Jugend.Stadt.Labor" knüpft an diese Erfahrungen an und will noch einen Schritt weitergehen.
Projektstart: November 2013

In den Modellvorhaben des Forschungsfeldes, den "Jugend.Stadt.Labors" geht es nicht allein um die Förderung einzelner Jugendprojekte, sondern um den Aufbau längerfristiger Beteiligungsstrukturen für junge Menschen, die in selbstorganisierten Räumen über ihre Städte diskutieren und diese aktiv mitgestalten möchten. Ziel ist die Entwicklung innovativer Ideen zu den Themen Stadtraum, Wirtschaft, Grüne Zukunft, Wohnen und Bildung. Die aus der Diskussion entstehenden Ideen sollen zu verschiedenen Impulsprojekten weiterentwickelt und mit Partnern zusammen umgesetzt werden.

Damit liegt der Fokus des Forschungsvorhabens auf der Bildung von Netzwerken und Kooperationen und der Erforschung neuer Beteiligungsmodelle zwischen jungen Stadtmachern, der Kommune, Gebäudeeigentümern und Unternehmen. Durch den strukturellen Gesamtansatz und den Bezug zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung sollen die "Jugend.Stadt.Labore" einen stärkeren Einfluss auf die lokale Stadtentwicklungspolitik entfalten können. Die Kommunen sind aufgerufen, strategische Schnittstellen zu dieser jungen Generation von Stadtmachern aufzubauen.

Diskussion von Jugendlichen am ModellDiskussion am Modell Quelle: Hans Friedrich

Was ist ein "Jugend.Stadt.Labor"?

Jedes Jugend.Stadt.Labor ist ein selbstorganisierter Möglichkeitsraum von jungen Menschen, die über ihre Städte diskutieren und diese aktiv mitgestalten wollen.

Im Zentrum steht eine Kerngruppe, die eine Basisstation aufbaut, einen Diskussionsprozess zu wichtigen Zukunftsthemen wie Stadtraum, Wirtschaft, Grüne Zukunft, Wohnen und Bildung entfacht und daraus konkrete Projekte entwickelt. Hierzu vernetzt sie sich mit anderen Jugendszenen und sammelt Partner, um ihre Ideen in Bezug auf Stadt und Quartier zu verbreiten. Dabei entstehen Kooperationen mit verschiedenen städtischen Akteuren, die die Umsetzung von Impulsprojekten als Satelliten in der Stadt ermöglichen.

Grafik zur Umsetzung des Forschungsfeldes Jugend.Stadt.LaborUmsetzung des Forschungsfeldes Quelle: URBAN CATALYST studio

Die Umsetzung der Jugend.Stadt.Labors kann zu ganz unterschiedlichen Strukturen und thematischen Ausrichtungen führen. Die am Ort vorhandenen (Jugend-) Szenen, die lokale Einbindung, die aktuellen Themen in der Stadt sowie die Offenheit und Kooperationsbereitschaft der Kommune sind ausschlaggebend dafür, wie sich ein Labor entwickelt. Sie bestimmen auch darüber, welche Impulsprojekte umgesetzt werden können und welche Auswirkungen die Ideen junger Menschen auf die Stadtentwicklung haben.

Laborebenen

  • Kerngruppe und Netzwerke
    Die Kerngruppe ist das Zentrum der Jugend.Stadt.Labors. Sie setzt sich aus jungen Menschen zusammen, die sich für eine aktive Beteiligung in ihrer Stadt, die Diskussion von Zukunftsthemen und die Initiierung von Impulsprojekten einsetzen. Um dies umsetzen zu können baut die Kerngruppe eine Basisstation, ein breites Netzwerk und tragfähige Kooperationen auf.
  • Think-Tank und Projektschmiede
    Die Basisstation dient als Think-Tank und Projektschmiede. Ziel ist die Entwicklung innovativer Ideen zu stadtrelevanten Themen wie zum Beispiel Stadtraum, Wirtschaft, Grüne Zukunft, Wohnen und Bildung. Durch den Bezug zu aktuellen und politisch brennenden Themen und durch den Aufbau von Netzwerken sollen die Jugend.Stadt.Labors Einfluss auf die lokale Stadtentwicklungspolitik entfalten.
  • Impulsprojekte
    In den Impulsprojekten werden die wichtigen Themen des jeweiligen Jugend.Stadt.Labors umgesetzt und ausgetestet. Die Umsetzung kann durch die Kerngruppe oder durch andere junge Menschen, Jugendvereine oder Initiativen erfolgen. Wichtig dabei sind die räumliche und thematische Konzeption sowie eine Einbindung ins Quartier und den städtischen Kontext.

Alle Labor-Ebenen stehen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander. Die Diskussion der Leitthemen fließt über die Kerngruppe unmittelbar in die Entwicklung und Umsetzung der Impulsprojekte mit ein. Umgekehrt werden die Praxiserfahrungen aus den Impulsprojekten zurück in die inhaltliche Ebene geführt.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Stephanie Haury
Referat I 4 - Städtebauförderung, Soziale Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308
Stephan Willinger
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1275