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Baukultur konkret

Erkenntnis vergangener Studien ist, dass Baukultur in der eigenen Gemeinde nur dann gelingen kann, wenn sich die Vertreter aus Politik und Verwaltung mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und Wirtschaftsakteuren im Interesse eines durchgehenden baukulturellen Handelns verbünden. Diese zivilgesellschaftlichen Ansätze ausfindig zu machen und geeignete Wege zu ihrer Unterstützung zu erproben, ist Gegenstand dieses Forschungsvorhabens.

Projektstart: Februar 2014

Ausgangslage

An der baukulturellen Entwicklung einer Gemeinde, einer Stadt oder einer Region zu arbeiten, kann vieles bedeuten, z.B.:

  • die Arbeit in Dorf- und Stadterneuerung,
  • die Gestaltung konkreter Plätze, Straßenräume und öffentlicher Bauten,
  • die strategischen Überlegungen bei der Entwicklung von Neubaugebieten,
  • die Pflege von Baudenkmälern,
  • die Umnutzung von Leerständen,
  • die Aufarbeitung der Siedlungsgeschichte,
  • die kompetente Beratung von Bauherren,
  • oder das Experimentieren mit partizipativen Planungsprozessen.

Egal worum es sich handelt - zur Unterstützung und Förderung von Baukultur in der Breite scheint eine kompetente Beratung der Arbeit der Akteure vor Ort sinnvoll und hilfreich. Daran setzt das Forschungsprojekt "Baukultur konkret" an. Es geht darum, Kenntnisse über den Stand von Initiativen zur Förderung von Baukultur im weitesten Sinne in ganz Deutschland zu gewinnen und die Hindernisse und Beschränkungen ihrer Arbeit zu erfassen und zu bewerten. Durch konkrete Interaktion vor Ort wird im Projekt zudem konkrete Hilfestellung in Form von professioneller Unterstützung bei der Durchführung von Projekten im gesamten Bundesgebiet ermöglicht. Der Fokus richtet sich auf kleine und mittlere Städte sowie auf den ländlichen Raum.

Aussichtsplattform in BaiersbronnAussichtsplattform in Baiersbronn Quelle: LandLuft

Ziel

Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojekts besteht darin, praktische Verbesserungen beim Planen und Bauen sowohl im privaten Bereich als auch bei öffentlichen Räumen, Gebäuden und Infrastrukturen zu erreichen. Es geht darum, lokale Baukulturinitiativen aufzugreifen und diesen in kurzen Intensiv-Einsätzen vor Ort zu mehr Dynamik, Breitenwirkung und Akzeptanz in der Kommune zu verhelfen. Das dabei vom Forschungsteam anzuwendende Portfolio an Formaten wie

  • Durchführung von Werkstätten, temporären Aktionen oder künstlerischen Interventionen
  • Unterstützung bei der Einrichtung von Bürgergruppen, Arbeitskreisen oder Gestaltungsbeiräten
  • Beratung bei der Netzwerk- und Pressearbeit sowie der medialen Vermittlung
  • Bereitstellung der Baukultur-Ausstellung und des Baukultur-Films "Ort schafft Ort"
  • etc.

gilt es im Rahmen des Projekts zu entwickeln und auszuprobieren. Die Ergebnisse sollen sich positiv auf die gesamte räumliche Entwicklung der Kommune auswirken und zu strukturellen Verbesserungen der Bau- und Planungskultur führen. Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit den Akteuren, die darin unterstützt werden, baukulturelle Qualitätsansprüche in der Praxis umzusetzen und auf breiter Ebene in der Gemeinde zu verankern.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Karin Hartmann
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-1219