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Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten

Modellvorhaben

Neun städtebauliche Modellvorhaben wurden im Rahmen des Forschungsfeldes ausgewählt. Sie umfassen unterschiedliche Gebietstypen und Aufgabenstellungen. Die Gebiete der Modellvorhaben variieren z. B. hinsichtlich der räumlichen Lage, Gebietsgröße oder Nutzungsstruktur. Durch die breit gefächerten thematischen Ansätze und unterschiedlichen Herangehensweisen sollen in den Modellvorhaben Antworten auf die Forschungsleitfragen gefunden werden.

Karte mit Standorten der Modellvorhaben Karte mit Standorten der ModellvorhabenOrte der Modellvorhaben Quelle: Karte: agl auf Basis von Daten des BBSR

Hamburg – Industriegebiet Billbrook-Rothenburgsort
Revitalisierung und Modernisierung des Industriegebiets

Projektträger: IBA Hamburg GmbH
Projektbeteiligte: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Gebietstyp: Gewerbe- und Industriegebiet
Gebietsgröße: ca. 770 ha (größtes Gebiet im Forschungsfeld!)
Anzahl Unternehmen: ca. 1.000
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: ca. 22.000

Das Gebiet des Modellvorhabens

Der Industriestandort Billbrook-Rothenburgsort ist das größte zusammenhängende Industriegebiet in Hamburg außerhalb des Hafens. Das Modellvorhaben zeichnet sich durch eine bevorzugte Lage und hohe Nachfrage trotz hohen Mietniveaus aus. Damit fehlen Anreize zur Investition in die Flächen und Gebäude oder zur Aktivierung für neue industrielle Nutzungen. Ein städtebaulich ungeordnetes Erscheinungsbild ist die Folge. Zudem ist das Gebiet ungenügend in den Stadtraum integriert und bietet kaum anspruchsvoll gestaltete Gewerbe- oder Industriearchitektur.

Entwicklungsziele

Durch Aufwertung der stadträumlichen Qualitäten und eine verbesserte Einbindung in die umliegenden Quartiere soll das Gebiet für Unternehmen attraktiver werden und sich zum Magneten für Industrieansiedlung entwickeln. Dazu soll ein ambitioniertes Handlungskonzept beitragen.

ExWoSt-Bausteine

  • Einrichtung einer Online-Kommunikationsplattform (aufgrund hoher Anzahl der 1.000 Betriebe)
  • Durchführung von zwei Fachtagungen zu den Themen Industrie und Gewerbe / Urbane Produktion in Hamburg
  • Verbesserung der Servicequalität und Integration von Serviceangeboten in den Stadtraum: z.B. durch gezielte Interventionen im Stadtraum (PARKstreifen, temporäre Installationen/Angebote wie Sitzmöbel, Sportgeräte, Fahrradverleih, Food Trucks, Gestaltung eines Quartiersplatzes
  • Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Bausteine

Klimaschutz-Teilkonzept, Initiierung von Pilotmaßnahmen, Testentwürfe und Visualisierungen zu städtebaulichen und Freiraumprojekten

www.industriestandort-billbrook.de

Oranienburg – Gewerbegebiet Sachsenhausener Straße
Aktivierung und Qualifizierung des Gewerbegebiets

Projektträger: Stadt Oranienburg, Stadtplanungsamt
Projektbeteiligte: Regionaler Wachstumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten
Gebietstyp: Gewerbegebiet, teils auch mit Charakter eines Gewerbemischgebietes
Gebietsgröße: ca. 41 ha
Anzahl Unternehmen: 53

Das Gebiet des Modellvorhabens

Das nördlich des Oranienburger Stadtzentrums gelegene Gebiet ist geprägt von Umnutzungen und Leerständen; es weist Mängel in der Erschließung und infrastrukturellen Ausstattung auf. Durch verschiedene Verkäufe hat sich seit den 1990er Jahren eine kleinteilige Eigentümerstruktur herausgebildet. Die Eigentümer investieren in unterschiedlichem Maße in den Gebäudebestand und verfolgen verschiedene Strategien; dies verstärkt das sehr heterogene Erscheinungsbild des Gewerbegebiets. Ungeklärte Altlasten und Kampfmittelreste auf den Grundstücken erweisen sich als erhebliche Investitions- und Entwicklungshemmnisse.

Entwicklungsziele

Ziel ist, das Gewerbegebiet Sachsenhausener Straße im Bestand zu sichern und unter- bzw. fehlgenutzte Flächen für die Entwicklung von Bestandsunternehmen und Akquise neuer Unternehmen zu profilieren und zu aktivieren. Das Projekt soll modellhaft aufzeigen, wie künftig Flächenbedarfe verstärkt durch Innenentwicklung gedeckt werden können.

ExWoSt-Bausteine

  • Konzept zur städtebaulichen und wirtschaftlichen Erneuerung mit den Teilbausteinen
  • Ansiedlungsstrategie mit Identifizierung von Nachfragepotenzialen
  • Entwicklung eines (Handwerker-)Gewerbehofkonzeptes
  • Vorschläge zur Neuordnung und Nachverdichtung
  • Vorschläge für umweltgerechte verkehrliche Erschließungsmodelle, insbesondere für LKW-Lieferverkehre
  • Sondierung von Möglichkeiten für eine Vorfinanzierung von Gutachten oder anderen Maßnahmen zur Herstellung der Genehmigungsfähigkeit (z.B. Kampfmittelfreiheitsbescheinigungen)
  • Gewerbegebietsmanagement und Aufbau von langfristigen Kooperationsstrukturen

Berlin-Lichtenberg – Gewerbegebiet Herzbergstraße
Ein Ostberliner Traditionsstandort im Aufbruch

Projektträger: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Büro für Wirtschaftsförderung
Projektbeteiligte: Stadtentwicklungsamt Lichtenberg
Gebietstyp: Gewerbegebiet mit Mischnutzungstendenzen
Gebietsgröße:ca. 190 ha
Anzahl Unternehmen: ca. 850
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: ca. 8.400

Das Gebiet des Modellvorhabens

Bis zur Wiedervereinigung überwiegend industriell geprägt, prägen heute nicht-produzierende Nutzungen größere Teilbereiche an diesem wichtigen innerstädtischen Gewerbestandort. So z. B. das Dong Xuan Center. Es ist das größte asiatische Handelszentrum in Deutschland und liegt inmitten des Projektgebiets des ExWoSt-Modellvorhabens. Eine hohe Flächennachfrage und steigende Bodenpreise gefährden eine künftige industriell-gewerbliche Nutzung. Handelsnutzungen, Kreativwirtschaft und Wohnnutzung treten in Konkurrenz zu den angestammten Betrieben, die vor allem auch die fehlende Planungssicherheit bemängeln.

Entwicklungsziele

Sicherung und Entwicklung des Gewerbestandortes sind vorrangiges Ziel des Projekts. Über eine städtebauliche Rahmenplanung, die als Grundlage für Bebauungspläne genutzt werden kann, soll die fehlende planungsrechtliche Gebietssicherung vorbereitet werden. Im Fokus des ExWoSt-Modellvorhabens steht die Herausarbeitung einer klaren Orientierung des Gebietes als Gewerbestandort mit einem entsprechenden Standortimage und -profil. Dies soll insbesondere über die Stärkung der endogenen Kräfte, also die Einbeziehung, Aktivierung und Begleitung der bereits ansässigen Unternehmen, erfolgen.

ExWoSt-Bausteine

  • Gebiets- / Standortmanagement mit den Schwerpunkten
  • bereits bestehende Kooperationen zwischen ansässigen Unternehmen zu stärken
  • in Ansätzen vorhandene Netzwerkinitiativen auszubauen (u.a. „Lokales Unternehmensfrühstück“) sowie
  • ein Gewerbe- und Leerstandsmanagement zur Gebietsprofilierung einzuführen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Marketing: Information, Internet, Druckerzeugnisse, Workshops mit Akteuren, Lokales Unternehmensfrühstück

www.herzbergstrasse.berlin

Dortmund – Gewerbe- und Industriegebiet Dorstfeld-West
Innovation Business Park – zukunftsfähige Weiterentwicklung

Projektträger: Umweltamt Stadt Dortmund
Projektbeteiligte: Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, Wirtschaftsförderung, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer
Gebietstyp: Gewerbe- und Industriegebiet
Gebietsgröße: ca. 122 ha
Anzahl Unternehmen: ca. 175
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: ca. 5.000

Das Gebiet des Modellvorhabens

Das Gewerbegebiet entstand ab 1968 auf der Fläche der ehemaligen Zeche Dorstfeld. Es ist für die gesamte Region wegen seiner Größe, innenstadtnahen Lage, guten Straßennetzanbindung, Branchenvielfalt und wirtschaftlichen Stabilität von besonderer Bedeutung. Allerdings ist es auch „in die Jahre gekommen“. Dies zeigt sich in Form von Modernisierungsstau oder unzulänglicher Gebäudeausrüstung insbesondere auch im Hinblick auf die Energieversorgung. Die Anbindung an den ÖPNV ist verbesserungsbedürftig. Die Umweltbelastungen innerhalb des Gebiets sind relativ hoch und führen zu Nutzungskonflikten.

Entwicklungsziele

Angestrebt wird eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Standorts. Dabei sollen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Klammer für eine ganzheitliche städtebauliche Gebietserneuerung genutzt werden.

ExWoSt-Bausteine

  • Rahmenplanung mit Weiterentwicklung des Klimaschutzteilkonzepts und Erstellung eines Querschnittskonzept zur Verknüpfung der Handlungsfelder Energie und Klimaschutz mit ökonomischen, sozialen und städtebaulichen Aspekten
  • Umsetzung von Maßnahmen aus dem Handlungskatalog des „Integrierten Klimaschutzteilkonzepts für das Gewerbegebiet Dorstfeld West“ z.B. Fahrradverleihstationen, Entsiegelung von öffentlichen Plätzen, Teilnahme der Unternehmen des Gewerbegebietes beim Projekt STADTRADELN
  • Aufbau eines Unternehmensnetzwerks über Workshops, Feste, Exkursionen
  • Einrichtung eines Gebietsmanagements
  • Konzeptionierung eines Leitfadens für Gewerbegebiete

Weitere Bausteine

Integriertes Klimaschutzteilkonzept Dorstfeld-West, Konzept zur Ressourceneffizienz in den Handlungsfeldern Wasser, Abfall, Stoffströme im Rahmen des Förderprogramms der Wirtschaftsmetropole Ruhr (WMR) „Ressourceneffiziente Gewerbegebiete“

www.dorstfeld-west.de

Ratingen – Gewerbegebiet Ratingen West-Tiefenbroich
InWest 2025 – Chancen gemeinsam nutzen.
Neuaufstellung eines Gewerbe- und Bürostandortes

Projektträger: InWest - Standortinitiative Ratingen Tiefenbroich/West e.V., Ratingen
Projektbeteiligte: Wirtschaftsförderung, Sachgebiet Stadtentwicklung, Statistik, Verkehr, Stadtforschung
Gebietstyp: Gewerbemischgebiet
Gebietsgröße: ca. 245 ha
Anzahl Unternehmen: ca. 300 (145 größere)
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: 7.837

Das Gebiet des Modellvorhabens

Die in einem losen räumlichen Zusammenhang gelegenen Gewerbegebiete sind ein wichtiger Standort für Büro- und Dienstleistungsnutzungen, produzierendes Gewerbe sowie Handwerk. Seit den 1960er Jahren ist hier ein heterogener Nutzungsmix mit unterschiedlichen Unternehmensstrukturen entstanden. Heute muss sich der Standort gegen Konkurrenzstandorte behaupten. Das Nebeneinander von Gewerbe, Industrie und Wohnnutzungen führt zu Nutzungskonflikten. Mit dem Ziel, das Standortimage zu verbessern hat sich 2012 die Standortinitiative Ratingen Tiefenbroich/West e.V. gegründet.

Entwicklungsziele

Das vorrangige Ziel des Projektes ist es, die Attraktivität des Gebiets durch die Behebung von städtebaulichen Fehlentwicklungen, die Verbesserung der Infrastrukturen, die Aufwertung des öffentlichen Raums sowie durch effizientere Flächen- und Gebäudenutzung zu erhöhen. Dabei soll der Anteil des produzierenden Gewerbes erhalten bleiben. Über die Definition von Nutzungsschwerpunkten und eine räumliche Neuordnung sollen Nutzungskonflikte entschärft werden. Angestrebt wird zudem, den Bekanntheitsgrad zu verbessern und ein positives Image zu fördern.

ExWoSt-Bausteine

  • Einrichtung eines Gebietsmanagements bei der Standortinitiative für die Bereiche Mobilitätskonzept, Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, Entwicklung von Start-Up-Angeboten in Leerstandsimmobilien, allgemeine Netzwerkarbeit, Pflege und Weiterentwicklung des Internetauftritts und anderer medialer Produkte und Öffentlichkeitsarbeit
  • Erstellung eines Masterplan mit integriertem Handlungskonzept bis 2025

www.inwest.org

Kassel – Gewerbegebiet Waldau-West
Handlungsstrategien zur Konsolidierung und nachhaltigen Weiterentwicklung

Projektträger: Stadt Kassel, Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz
Projektbeteiligte: Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH (WFG), Netzwerk Industriepark Kassel
Gebietstyp: Gewerbegebiet
Gebietsgröße: ca. 135 ha (gesamter Industriepark Kassel-Waldau ca. 230 ha)
Anzahl Unternehmen: ca. 100 im Plangebiet (im gesamten Industriepark Kassel-Waldau ca. 500)
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: ca. 10.000 im gesamten Industriepark

Das Gebiet des Modellvorhabens

Das Gewerbegebiet Waldau-West ist in den 1970er bis 1980er Jahren auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes entstanden und damit der älteste Teil des Industrieparks Kassel-Waldau. Betriebe unterschiedlicher Gewerbearten sind hier ansässig. Handlungsbedarf besteht u.a. im Hinblick auf zunehmende, gebietsuntypische Ansiedlungen, den hohen Versiegelungsgrad und größere, ungenutzte Reserveflächen, unzureichende Infrastrukturausstattung und schlechte ÖPNV-Erreichbarkeit.

Entwicklungsziele

Das Modellvorhaben dient der Strategiebildung und Definition konkreter Handlungsfelder, die das Zusammenwirken von Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung im Sinne einer zukunftsfähigen Standortsicherung gewerblicher Bestandsquartiere fortschreiben. Die Möglichkeiten für eine Verstetigung der Netzwerkbildung sowie der Förderung neuer (modellhafter) Unternehmenskooperationen sollen erprobt werden. Zudem wird die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes durch die interessenübergreifende Verknüpfung verschiedener Fachbelange angestrebt.

ExWoSt-Bausteine

  • Einrichtung eines Gebietsmanagements als zentrale Anlaufstelle im Projektgebiet
  • Erstellung eines Leitlinienkonzepts mit Bestandserhebungen und Befragungen sowie die Ableitung von Strategien und Handlungsfeldern zur nachhaltigen Gewerbe- und Gebietsentwicklung
  • Workshops und Fachveranstaltungen zur Aktivierung der Betriebe und zur Netzwerkbildung
  • Initiierung von Pilotmaßnahmen, die von den Unternehmen im Gebiet selbst getragen werden

Weitere Bausteine

Klimaschutz-Teilkonzept „Klimagerechtes Flächenmanagement im Kasseler Osten“

www.industriepark-kassel.de

Frankfurt am Main – Gewerbegebiet Fechenheim-Nord - Seckbach
Bestand hat Zukunft

Projektträger: Stadtplanungsamt Frankfurt am Main, Abteilung Gesamtstadt
Projektbeteiligte: Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Gebietstyp: Industrie- und Gewerbegebiet, Gewerbemischgebiet
Gebietsgröße: ca. 185 ha
Anzahl Unternehmen: ca. 550
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: ca. 7.100

Das Gebiet des Modellvorhabens

Die räumlich zusammenhängenden Gewerbegebiete Fechenheim-Nord und Seckbach liegen im Osten des Frankfurter Stadtgebiets und bilden mit weiteren Industrieflächen einen der industriellen bzw. gewerblichen Kerne der Stadt. Privater und öffentlicher Raum sowie die Gebäudesubstanz sind vielfach sanierungsbedürftig; z.T. gibt es Leerstände. Es bestehen Mängel in der internen und externen Erschließung sowie Nutzungskonflikte innerhalb des Gebiets, aber auch mit angrenzender Wohnbebauung. Die Gewerbestandorte werden in der Stadtgesellschaft kaum wahrgenommen, ein positives Image fehlt.

Entwicklungsziele

Auf Grundlage des vorliegenden städtebaulichen Entwicklungskonzeptes und der Machbarkeitsstudie „Entwicklung eines nachhaltigen Gewerbegebiets in Frankfurt am Main“ soll das Gewerbegebiet in einem kooperativen Prozess mit den örtlichen Betrieben nachhaltig entwickelt werden. Ein wesentliches Entwicklungsziel ist die Sicherung der vorhandenen Gewerbe- und Industrieflächen, um so Standortsicherheit für die ansässigen Unternehmen zu gewährleisten und damit zur Innenentwicklung beizutragen. Durch städtebauliche Aufwertungsmaßnahmen sollen der öffentliche Raum qualifiziert und die Umweltbedingungen verbessert werden.

ExWoSt-Bausteine

  • Einrichtung eines Standortmanagements mit einem Gebietsfonds für die flexible Umsetzung kleiner Sofortmaßnahmen
  • Durchführung von Informations-/Netzwerkveranstaltungen und Workshops zur Gründung einer Standortinitiative
  • Gebietsprofilierung mit einer einheitlichen Außendarstellung und Entwicklung einer Internetplattform
  • Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Bausteine

Klimaschutzkonzept und Etablierung eines Klimaschutzmanagements

Karlsruhe – Gewerbequartier Grünwinkel
REGEKO - Ressourcenoptimiertes Gewerbeflächenmanagement durch Kooperation

Projektträger: Karlsruher Fächer GmbH
Projektbeteiligte: Stadtplanungsamt der Stadt Karlsruhe, Wirtschaftsförderung
Gebietstyp: Gewerbemischgebiet
Gebietsgröße: ca. 78 ha
Anzahl Unternehmen: ca. 140

Das Gebiet des Modellvorhabens

Das Gewerbequartier westlich der Innenstadt befindet sich derzeit stark im Umbruch. Das Gebiet ist durch komplexe Problemlagen und heterogene Akteurskonstellationen gekennzeichnet. Dazu gehören städtebauliche und funktionale Defizite, interne Nutzungs-, Nachbarschafts- und Umweltkonflikte, Mängel der internen wie externen Erschließung sowie ein insgesamt negatives Image des Gewerbegebiets.

Entwicklungsziele

Ausgehend von der gesamtstädtischen Innenentwicklungsstrategie soll im Gewerbegebiet Grünwinkel erprobt werden, wie im Bestand ein attraktives, kompaktes Siedlungsmuster mit zukunftsweisenden, ressourceneffizienten Strukturen geschaffen werden kann. Ziel ist, durch direkte Ansprache und Aktivierung der Eigentümer und ansässigen Unternehmen einen Impuls zur Transformation in ein lebendiges, urbanes Quartier für eine moderne Arbeitswelt zu setzen.

Das Gesamtvorhaben gliedert sich in zwei Bausteine.

  • Baustein 1: Landesprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Landes Baden-Württemberg: Erstellung eines Masterplans (bis Ende 2016)
  • Baustein 2: ExWoSt : Verstetigung des Prozesses und Umsetzung des Masterplans

ExWoSt-Bausteine

  • Beteiligungsprozess / Kooperationsprozess mit innovativen Ansätzen zur Aktivierung der Gewerbetreibenden, Eigentümer und Unternehmer im Gebiet
  • Umsetzung ausgewählter Maßnahmenvorschläge aus dem Masterplan
  • Gründung eines Netzwerks über Netzwerktreffen, eine Rechtsberatung sowie die Organisation und Betreuung von ersten Projekten mit geringem Investitionsaufwand
  • Einrichtung eines Quartiersmanagements mit Quartiersbüro incl. Pflege des Internet-Tools und der Web-Seite
  • Öffentlichkeitsarbeit

www.regeko-karlsruhe.de

Augsburg – Gewerbeschwerpunkt Lechhausen
Integrierte Gebietsentwicklung „Augsburg Umweltpark“

Projektträger: Stadt Augsburg, Wirtschaftsförderung
Projektbeteiligte: Stadtplanungsamt, Team Stadtentwicklung und Flächennutzungsplanung
Gebietstyp: Gewerbegebiet
Gebietsgröße: ca. 145 ha
Anzahl Unternehmen: ca. 350
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: ca. 11.000

Das Gebiet des Modellvorhabens

Im Nordosten der Stadt Augsburg hat sich mit dem „Augsburg Umweltpark“ ein Kompetenzzentrum für Umwelttechnologien entwickelt. Im benachbarten alten Gewerbegebiet Lechhausen lassen sich seit Jahren zunehmende Nutzungskonflikte und beginnende Trading-Down-Prozesse beobachten. Handlungsbedarf besteht vor allem im Hinblick auf die Vernetzung und Ausstattung von Frei- und Grünräumen, durch Modernisierungsrückstände und geringe stadträumliche Qualitäten, durch Flächenbrachen und Leerständen sowie durch eine unzureichende Erschließung mit dem Umweltverbund.

Entwicklungsziele

Ziel der Stadt Augsburg ist es, auch im Modellvorhabengebiet umwelttechnologische Branchenschwerpunkte und umweltaffine Standortqualitäten zu etablieren. Durch Netzwerkbildung und Stärkung von vorhandenen Kooperationsansätzen soll die Zusammenarbeit insbesondere im Hinblick auf eine gemeinsame Standort-Identifikation und Außendarstellung ausgebaut werden. Eine Qualifizierung und ökologische wie stadtklimatische Aufwertung zielt auf eine nachhaltige Standortentwicklung mit besserer stadtstruktureller Integration des Gebiets.

ExWoSt-Bausteine

  • Exemplarische Untersuchung und Bearbeitung des Gebiets als Pilotprojekt für das in Arbeit befindliche Strukturkonzept Gewerbe, Bordelle und Vergnügungsstätten, um einerseits das Gebiet stadtstrukturell besser zu integrieren und andererseits den Übergang zwischen sensibler Wohn- und Gewerbenutzung zu optimieren
  • Integriertes Gebietsentwicklungskonzept mit Vorschlägen zur städtebaulichen Qualifizierung sowie zur Entwicklung, Aufwertung und Vernetzung von Freiräumen
  • Netzwerksausbau und Gebietsmanagement
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Modellvorhaben finden Sie in ExWoSt-Informationen 49/01.

Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten

Zusatzinformationen

  • Logo zum ExWoSt-Forschungsfeld Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten

Kontakt

Bernd Breuer
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2268
Mechthild Renner
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2323