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Green Urban Labs

Urbanes Grün beeinflusst die Lebensqualität in unseren Städten stark. Grüne Freiräume übernehmen vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, klimatische und ökologische Funktionen. Aber Städte befinden sich in stetem Wandel: Leben, Wohnen, Arbeit und Freizeit verändern sich, Wachstum und Schrumpfung setzen widersprüchliche Rahmenbedingungen. Das wirkt sich auch auf grüne Freiräume aus. Wie lässt sich urbanes Grün sichern, pflegen und entwickeln? Wie sehen neue Nutzungen und Funktionen des Stadtgrüns aus? Welche Partner müssen hierfür zusammenarbeiten? Kommunen erproben in Modellvorhaben – den "Green Urban Labs" – neue Wege, um urbanes Grün zu stärken.

Projektstart: September 2016

Ausgangslage

Die Bedeutung grüner Freiräume für die Lebensqualität in unseren Städten ist unbestritten. Sie dienen als Orte der Erholung, der Begegnung und des Sports. Sie sind Teil der Identität von Stadt und Quartier und tragen zur ihrer Attraktivität bei. Gleichzeitig sind sie Lebensräume für Flora und Fauna und von enormer Bedeutung – sowohl für die Anpassung an den Klimawandel als auch für die Biodiversität und deren Ökosystemleistungen. Erhaltung und Entwicklung urbanen Grüns gehören daher zu den zentralen Aufgaben und Voraussetzungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Die Kommunen stehen in Bezug auf ihre grünen Freiräume gleichwohl vor neuen Herausforderungen. Stadtbewohnerinnen und -bewohner haben neue Bedürfnisse: Veränderte Arbeits-, Freizeit- und Wohnformen führen zu neuen Nutzungsansprüchen an grüne Freiräume. Zudem sind Grün- und Freiflächen in verdichteten städtischen Lagen einer sich verschärfenden Konkurrenzsituation ausgesetzt. Dabei rücken sie immer öfter als Potenzialflächen für Wohnungsneubau in den Fokus. Nicht zuletzt in sozial benachteiligten Lagen wird eine ausgewogene Grünraumversorgung oft – angesichts von Belangen mit höherer Dringlichkeit – hintenangestellt. Die Benachteiligung zeigt sich dann im ungleichen Zugang zu grünen Freiräumen. Und angesichts knapper kommunaler Haushalte fallen die Budgets für Pflege und Unterhaltung des Stadtgrüns vielerorts eher schmal aus. Im Sinne einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung gilt es, neue Antworten auf diese Herausforderungen zu finden.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Stephanie Haury
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308