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Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen – Erhebung und Erprobung von Bausteinen eines aktiven Managements

Insbesondere in wachsenden Kommunen ist es notwendig, Wohnungsneubau auch durch Innenentwicklung voranzutreiben. Hierbei ergeben sich jedoch vielfältige Abstimmungs- und Aushandlungsbedarfe. Die Modellvorhaben des Forschungsfeldes sollen Impulse für kommunale Akteure in Kooperation mit der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft geben. Ziel ist dabei, alltagstaugliche Lösungen zu finden, wie Wohnungsbau in der Innenentwicklung mit Hilfe eines aktiven Innenentwicklungsmanagers erfolgreich angestoßen und umgesetzt werden kann.

Projektstart: Januar 2017

Ausgangslage

Die Nutzung vorhandener Innenentwicklungspotenziale für mehr Wohnungsbau in wachsenden Städten und Gemeinden ist vorrangiges Ziel der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Diesen politischen Forderungen und den Präferenzen des Marktes folgend konzentriert sich der Wohnungsneubau in den letzten Jahren bereits auf die Innenentwicklung. Insbesondere in den kontinuierlich wachsenden Städten werden in der Folge bei einem weiterhin hohen Neubaubedarf die einfach zu aktivierenden Innenentwicklungspotenziale zunehmend knapp. Die Überwindung der aktuellen Wohnungsmarktengpässe hängt demzufolge auch von einer zügigen Mobilisierung weiterer Innenentwicklungspotenziale ab.

Die kommunale Praxis zeigt jedoch, dass trotz vielfältiger Aktivitäten ein Teil der Innenentwicklungspotenziale nicht aktiviert werden kann. Dabei mangelt es teilweise an erforderlichen Grundlageninformationen über die tatsächliche Verfügbarkeit von Baulücken und anderen Potenzialen sowie bestehenden Hemmnisse zur wohnbaulichen Nutzung derselben. Es kann aber auch ein ausreichend aktives Flächenmanagement fehlen, das sich zum Beispiel der gezielten Ansprache von Eigentümern der Flächen und von möglichen Investoren widmet.

Ziel 

Vor diesem Hintergrund unterstützt das BMUB und BBSR begleitend zur Wohnungsbauoffensive des Bundes im Rahmen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen ausgewählte Modellkommunen, ihre lokalen Flächenressourcen mit Hilfe des ExWoSt-Forschungsfeldes stärker zu aktivieren. Anhand dieser Modellvorhaben werden verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur schnelleren Nutzung vorhandener Innenentwicklungspotenziale wie Brachflächen, Baulücken oder Nachverdichtungsflächen mit unterschiedlichen baurechtlichen Voraussetzungen aufgezeigt.

Die Modellvorhaben sollen Impulse für kommunale Akteure in Kooperation mit der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft setzen und beispielhafte, alltagstaugliche Lösungen aufzeigen, wie mehr Wohnungsbau mit Hilfe eines aktiven Innenentwicklungsmanagements erfolgreich angestoßen und umgesetzt werden kann. Mit dem Innenentwicklungsmanagement sollen die grundsätzlich für den Wohnungsbau geeigneten, bislang aber noch nicht oder untergenutzten Innenentwicklungspotenziale gefunden und aktiviert, Eigentümer beraten und verwaltungsinterne Prozesse optimiert werden. Zentrales Anliegen des Forschungsfeldes ist es dabei, einen sogenannten "Innenentwicklungsmanager für den Wohnungsbau" zu erproben. Er stellt Kontakt zwischen Planern, Eigentümern und Investoren her und übernimmt eine Moderatorenfunktion bei Verhandlungen zur Aktivierung von Innenentwicklungsflächen.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Verena Lihs
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-2213