Navigation und Service

Nationale Stadtentwicklungspolitik

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) erarbeiten gemeinsam mit den Ländern, Städten, Gemeinden und Verbänden sowie mit allen Interessierten eine Position zur Stadtentwicklung in Deutschland. Dabei geht es um eine Neuausrichtung der Städtebauförderung und um das Ziel, Planen und Bauen zu einem öffentlichen Thema zu machen.



Dieser Dialogprozess begann mit dem Kongress "Auf dem Weg zu einer Nationalen Stadtentwicklungspolitik" am 2. Juli 2007 in Berlin. Er baut auf den Erkenntnissen auf, die eine Expertengruppe im Auftrag des BMVBS (heute: BMUB) in Form eines Memorandums erarbeitet hat.

Tradition ...

Die Nationale Stadtentwicklungspolitik steht in der Tradition der beiden erfolgreichen Initiativen zur Neuorientierung im Städtebau. Der Aufruf des Deutschen Städtetages "Rettet unsere Städte jetzt" leitete zu Beginn der 1970er Jahre einen Prozess grundlegender Kritik an Fehlentwicklungen funktionaler Stadtentwicklung ein. 1975 hat die europäisch getragene Initiative zum "Denkmalschutzjahr" weit über fachöffentliche Kreise hinaus einen Prozess zu veränderten Haltungen gegenüber dem kulturellen Erbe der Städte und ihrem historischen Baubestand eingeleitet. In der "Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt", die auf dem informellen EU-Ministertreffen am 24. Mai 2007 verabschiedet wurde, wird gefordert, Stadtentwicklung auf der nationalen Ebene zu verankern.

... und Neuentwicklung

Aufgrund der gewandelten Perspektive städtischer Zukunft soll bei der Stadtentwicklung eine Neuorientierung stattfinden:

  • Stadtentwicklungspolitik muss sich sehr schnell an die Veränderung von Städten anpassen; sie bedarf einer ständigen Qualifizierung ("Gute Praxis"). Auf Bundesebene betrifft dies vor allem die Einbindung der Stadtentwicklungspolitik in das gesamt-staatliche Handeln und die Weiterentwicklung von Förderprogrammen.
  • Eine zeitlich begrenzte Projektreihe ("Für Stadt und Urbanität") soll das öffentliche Bewusstsein für Optionen der Stadtentwicklung schärfen, individuelle Handlungsmöglichkeiten in urbanen Handlungsfeldern aufzeigen und Räume für das Engagement von Bürgern und Wirtschaft öffnen. Sie soll auch auf die Partnerländer in der Europäischen Union ausstrahlen.

Einen Überblick über alle Bausteine und die aktuellen Veranstaltungen und Publikationen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik erhalten Sie auf der Internetseite der Initiative:

Nationale Stadtentwicklungspolitik

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Dr. Peter Jakubowski
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2150
Stephan Willinger
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1275

Zum Projekt