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Zwischennutzungen und Nischen im Städtebau als Beitrag für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung

Die Effekte von Zwischennutzungen auf die Stabilisierung oder Imagebildung von Standorten erhalten zunehmend Aufmerksamkeit. Die deutschlandweite Suche nach baulichen und nichtbaulichen Zwischen- und Nischennutzungsprojekten hat gezeigt: Bei vielen Vorhaben treten ähnliche Probleme auf, die eine Zwischennutzung erschweren - etwa genehmigungsrechtliche Hürden, hohe Renditeerwartungen der Eigentümer oder die Furcht vor Verstetigung. Allerdings zeigen die Projekte durchaus Mittel und Wege auf, solche Probleme zu lösen.
Projektlaufzeit: Oktober 2006 - August 2008

Anlass und Ausgangslage

Globalisierung der Wirtschaft, demografischer und struktureller Wandel sowie kurze Nutzungszyklen spezialisierter Gebäude verursachen nicht nur Leerstände und Brachflächen, sie fordern auch Unsicherheiten über zukünftige Nutzungen heraus. Vor diesem Hintergrund sind Zwischennutzungen ein aktuelles Thema in der Stadtentwicklung. Insbesondere die Effekte auf die Stabilisierung oder Imagebildung von Standorten erhalten zunehmend Aufmerksamkeit.

Im Interesse einer nachhaltigen Stadtentwicklung kommt es darauf an, "Zwischennutzungen und Nischen" nicht als Versagen staatlicher Steuerung oder Verzicht öffentlicher Planung zu begreifen, sondern als Gewinn für mehr Lebensqualität und als Angebot für vielfältige Interpretationen der Stadt als Lebensraum.

Ziel und Gegenstand des Projekts

Das auf flächenbezogene Nutzungen ausgerichtete Forschungsvorhaben "Zwischennutzung und neue Freiflächen" (Laufzeit 2003 bis 2004) dokumentierte interessante kommunale Ansätze in Ostdeutschland. Aufgabe des Forschungsvorhabens war es deshalb, die dort untersuchten Fallstudien in ihrem Werdegang zu aktualisieren und durch Erfahrungen weiterer Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet zu ergänzen. Die Untersuchung war dabei nicht auf Freiflächen beschränkt, sondern berücksichtigte auch die temporäre Nutzung von leerstehenden Gebäuden.

Durch Untersuchung der Fallstudien konnten Anregungen für die Umsetzung von Zwischen- und Nischennutzungen in der städtebaulichen Praxis gewonnen werden. Die Untersuchung stand unter dem Motto "aus der Praxis für die Praxis". Neben systematischer Aktualisierung und Aufbereitung von praxisgerechten Handlungsmöglichkeiten standen erprobte Empfehlungen für erfolgreichen planerischen Umgang mit Zwischen- und Nischennutzungen und für praktikable Träger- und Finanzierungsformen im Mittelpunkt.

Auftragnehmer des Forschungsprojekts war das Stadtplanungsbüro BPW baumgart+partner, Bremen.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Evi Goderbauer
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2319