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Wohneigentum als Chance für Stadtentwicklung und Integration

In den letzten Jahren sind immer mehr Haushalte mit Migrationshintergrund daran interessiert, in Deutschland selbstgenutztes Wohneigentum zu bilden. In der Studie soll untersucht werden, welches Potenzial Wohneigentum für die Entwicklung von Quartieren und Städten sowie für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund hat.

Projektlaufzeit: November 2012 – November 2014

Ausgangslage

Deutschland ist seit Jahrzehnten durch Zuwanderung geprägt. Menschen mit Migrationshintergrund waren und sind Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Gegenwärtig leben über 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund hierzulande weiter wachsen wird. Die Gruppe selbst ist geprägt durch eine große Vielfalt, was Herkunft, Rechtsstatus, Dauer des Aufenthaltes, Alter, Geschlecht, sozio-ökonomischen Status, Bildung bzw. Ausbildung und zahlreiche andere Merkmale betrifft. Trotz dieser Vielfalt zählen Menschen mit Migrationshintergrund häufiger als Menschen ohne Migrationshintergrund zu den sozial und ökonomisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Auch die Qualität der Wohnungsversorgung von Haushalten mit Migrationshintergrund ist gegenüber Haushalten ohne Migrationshintergrund nach wie vor schlechter.

Dennoch stellt die Bevölkerungsgruppe in Deutschland ein wichtiges, in Zukunft noch wachsendes soziales und ökonomisches Potenzial dar. Dies gilt auch für die Quartiers- und die Stadtentwicklung. In der Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der Integration gewinnt daher die Wohneigentumsbildung von Menschen mit Migrationshintergrund an Gewicht.

Ziel

In dem Forschungsvorhaben wurde untersucht, welchen Beitrag die Wohneigentumsbildung von Menschen mit Migrationshintergrund für die Integration sowie für die Entwicklung von Quartieren und die Stadtentwicklung im Allgemeinen leisten kann. Darüber hinaus wurden Hypothesen zur Wohneigentumsbildung von Menschen mit Migrationshintergrund (selbstgenutztes Wohneigentum) und dessen Entwicklungstendenzen empirisch fundiert, und zwar bezogen auf Haushaltstypen, Motive, Umfang, Formen, räumliche Verteilung sowie die häufigsten Herkunftskulturen der Eigentümer.

Unter Berücksichtigung der empirischen Befunde wurde schließlich dargelegt, welche Faktoren die Bildung von Wohneigentum von Personen mit Migrationshintergrund begünstigen. Dies schloss auch ein, sich mit den Hemmnissen auseinanderzusetzen und jene Faktoren herauszuarbeiten, die die Bildung von Wohneigentum bei dieser Personengruppe eher behindern. Auf dieser Grundlage wurden Handlungsempfehlungen für Bund, Länder und Kommunen formuliert.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war das Deutsche Institut für Urbanistik gGmbH, Berlin.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Juliane Wagner
Referat I 4 - Städtebauförderung, Soziale Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2335
Iris Ammann
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-1576