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D4C – Vernetzte Städte zum Thema städtische Energien in Deutschland, den USA und den BRICS-Staaten

Einige sind schon gut aufgestellt, andere können noch etwas lernen: Um Städte fit für die Zukunft zu machen, ist der internationale Austausch mit anderen Städten von großem Nutzen. Hier setzt ein neues Projekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) an, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem German Marshall Fund of the United States (GMF) durchgeführt wird. Ob klimagerechter Stadtumbau, Energieeffizienz, bürgerschaftliches Engagement oder soziale Integration - neue Strategien für die Stadtentwicklung sind gefragt und sollen den Projektpartnern und Deutschland neue Impulse für Gesetze und Förderpolitik geben.

Projektstart: Januar 2014

Ausgangslage

Fünf Jahre nach Verabschiedung der LEIPZIG CHARTA zur nachhaltigen europäischen Stadt in 2007 hat das BMVBS (jetzt BMUB) 2012 einen internationalen Kooperations- und Beteiligungsprozess zur Erarbeitung des Memorandums STÄDTISCHE ENERGIEN - Zukunftsaufgaben der Städte angestoßen, das die dringendsten Schlüsselaufgaben nachhaltiger Stadtentwicklung im globalen Kontext benennt. Es fordert verantwortliche Akteure in Städten, Regionen, Staaten und Organisationen, aber auch Verbände und Unternehmen weltweit zu deren gemeinsamen Bewältigung auf. Namhafte internationale Akteure und zentrale Partner aus den USA, Südafrika, Brasilien, Indien und China waren an der Erarbeitung des Memorandums beteiligt.

Das Memorandum STÄDTISCHE ENERGIEN, eine Selbstverpflichtung, wurde in einem neuartigen internationalen Prozess erarbeitet und benennt die zentralen Handlungsfelder moderner Stadtpolitik, sowohl thematisch als auch hinsichtlich zukunftsorientierter Kooperationsformen. Hierzu zählen der behutsame ökologische Umbau von Gebäuden und Quartieren, die technologische Erneuerung der stadttechnischen Infrastrukturen, die Entwicklung einer neuen Mobilität und die gesellschaftliche Integration. Die Zieldimensionen des Memorandums, die nicht allein auf deutsche Städte und Gemeinden ausgerichtet sind, können nur in enger Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren weltweit erreicht werden. Bündnisse zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene sowie Allianzen und Entwicklungspartnerschaften auf internationaler Ebene sind notwendig.

Ziel

Ziel ist es, das Memorandum STÄDTISCHE ENERGIEN als eines der derzeit zentralen städtebau- und wohnungsbaupolitischen Themen mit dem Ansatz der integrierten Stadtentwicklung durch international ausgerichtete Formate der Kooperation mit zentralen Partnern des BMUB umzusetzen. Hierzu zählen auf Ressortebene in den USA das U.S. Department of Housing and Urban Development (HUD) und in Südafrika das Department for Cooperative Governance and Traditional Affairs (CoGTA). Dies wird auch von der LEIPZIG CHARTA gefordert. Für die Bundesebene werden so auch wichtige Impulse zur kontinuierlichen Anpassung von Gesetzgebung und Förderpolitik an neue Herausforderungen generiert, denen sich insbesondere Kommunen gegenübersehen. Lebenslanges Lernen von unterschiedlichen Akteuren und Institutionen mit dem Ziel der nachhaltigen Stadtentwicklung sowohl in Deutschland als auch weltweit wird durch internationale Zusammenarbeit angereichert. Dies erfordert, neue Kooperationsformen einzugehen und gewinnbringend für kommunale Entwicklung zu nutzen.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Dr. André Müller
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2341