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Gartenstadt 21 – ein neues Leitbild für die Stadtentwicklung in verdichteten Ballungsräumen – Vision oder Utopie?

Die aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung in Ballungsräumen sind vielfältig und zunehmend mit dem Wunsch nach neuen Formen des städtischen Lebens verbunden, die Parallelen zur Gartenstadtbewegung des frühen 20. Jahrhunderts aufweisen. Dies legt die These nahe, dass damaligen Ideen heute wieder eine neue Bedeutung zukommt. Inwieweit der Gartenstadtgedanke von damals auf die Stadtentwicklung in Ballungsräumen von heute übertragbar ist, wurde in einem Zukunftslabor untersucht und visualisiert. Ziel war es dabei, den Blick vom heute Machbaren zu lösen, um neue Denk- und Lösungsansätze zu ermöglichen.

Projektlaufzeit: November 2015 – Juli 2017

Ausgangslage

In wachsenden Stadtregionen führen der steigende Bedarf nach Wohnraum sowie das wachsende Bewusstsein über die Notwendigkeit einer nachhaltigen Flächeninanspruchnahme zu Nutzungskonflikten um die endliche Ressource Fläche. Der Notwendigkeit, Flächen für die Erholung der Bevölkerung und die Anpassung an den Klimawandel zu sichern, steht das Erfordernis gegenüber, weitere Neubaugebiete zu entwickeln. Solchen Konflikten soll stellenweise mit einem besonders hohen Grünanteil in neuen Baugebieten begegnet werden. Gleichzeitig werden bewährte Ansätzen der Flächenentwicklung durch privatwirtschaftliche Bauträger durch neue kooperative oder genossenschaftliche Modelle ergänzt.

Diese Entwicklungen legen den Gedanken nahe, dass die Reformideen der Gartenstadt aus dem frühen 20. Jahrhundert (Stadterweiterungen und -ergänzungen mit angemessenen Dichten, differenzierten Freiräumen und geordneten Verkehrsverhältnissen sowie einem besonderen Stellenwert der Gestaltung und Blickbeziehungen unter Berücksichtigung der Bezahlbarkeit bzw. des Gemeinschaftseigentums und der Verbindung von Stadt und Land) auch heute wieder einen wachsenden Stellenwert erfahren.

Ziel

Im Rahmen der Studie sollte geprüft werden, inwieweit die gesellschaftspolitischen, funktionalen, sozialökonomischen und stadtgestalterischen Ansätze der ursprünglichen Gartenstadtidee von Ebenezer Howard sowie einzelne auf diesen Überlegungen basierende Stadtentwicklungsbeispiele heute noch als Antwort auf aktuelle Herausforderungen übertragbar sind.

Auf dieser Basis sollten Visionen für das Modell einer Gartenstadt des 21. Jahrhunderts (kurz: Gartenstadt 21) entworfen werden, als Grundlage für einen breiten Diskurs über eine mögliche Entwicklung in verdichteten Ballungsräumen. Dabei spielte auch das Thema der Weiterentwicklung städtischer Grünräume eine zentrale Rolle, was durch den Zusatz "Grün-Urban-Vernetzt" im Titel verdeutlicht werden soll.

Das Projekt wurde betreut von BPW baumgart+partner, Bremen (Dipl.-Ing. Claudia Dappen, Dipl.-Ing. Frank Schlegelmilch, Charlotte Herbst M.Sc.)


Zusatzinformationen

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Kontakt

Bastian Wahler-Żak
Projektgruppe ZIP: Zukunftsinvestitionsprogramm
Tel.: +49 228 99401-1326