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Smart Cities – Entwicklung eines stadtentwicklungspolitischen Handlungsrahmens

In diesem Projekt wird untersucht, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die künftige Stadtentwicklung haben kann, welche Chancen sich bieten und welche Risiken bestehen. Auf Basis von vier wissenschaftlichen Expertisen zu ausgewählten Themen und unter Einbindung eines interdisziplinären Arbeitskreises aus Wissenschaft, Wirtschaft und kommunaler Praxis werden Leitplanken für die künftige Entwicklung von "Smart Cities" abgeleitet. Im Ergebnis sollen Eckpunkte für eine "Smart-City-Charta für Deutschland" entwickelt werden.

Projektstart: September 2015

Aktuelles

Pressemitteilung vom 27.4.2017:

Smart Cities – Kommunen müssen Digitalisierung zur strategischen Aufgabe machen


Ausgangslage

Die Digitalisierung verändert rasant alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Smart Phones und Tablets erobern Deutschlands Haushalte. Online-Shopping und Online-Banking ist in der breiten Bevölkerung angekommen. "Allways On" und "Social Media" führen zu neuen Formen von Kommunikation und Unterhaltung. Big-Data-Analysen und "Internet-of-Things" bieten noch ungeahnte Möglichkeiten hinsichtlich Zugang und Nutzung von Daten und Informationen. Disruptive Geschäftsmodelle bedrohen und ersetzen traditionelle Strukturen und stellen Unternehmen aus allen Branchen und zunehmend auch kommunale Politik und Verwaltung vor große Herausforderungen.

So verändert die Digitalisierung mittlerweile auch das Stadtbild: der Einzelhandel leidet unter der Online-Konkurrenz, der öffentliche Nahverkehr wird durch Car- und Ride-Sharing-Modelle ergänzt, Privatwohnungen werden durch Angebote wie z.B. airbnb zur Konkurrenz für Hotels, stehen andererseits dem Wohnungsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Digitale Technologien schaffen zudem neue Wege für bürgerschaftliches Engagement für die Städte – erste Crowdfunding-Projekte oder FabLabs sind Beispiele hierfür.

Städte und Gemeinden können Digitalisierung nicht ignorieren oder stoppen. Sie können die Digitalisierung jedoch als Chance für ihre zukünftige Entwicklung begreifen. Viele deutsche Städte und Gemeinden haben die Bedeutung der Digitalisierung für Ihre Zukunftsfähigkeit bereits erkannt.

Bei der Entwicklung und Umsetzung zukunftsfähiger digitaler Strategien ist jedoch eine große Unsicherheit in der kommunalen Politik und Verwaltung festzustellen. Die strategische Verankerung in der Stadtentwicklung ist bisher kaum erfolgt. Es fehlen strategische Leitplanken, an denen sich die Stadtentwicklung auf dem Weg zur Smart City orientieren kann.

Ziel

Ziel des Projekts ist es daher, Eckpunkte für eine "Smart-City-Charta für Deutschland" zu entwickeln, die als ein stadtentwicklungspolitischer Handlungsrahmen für die Zukunft von Städten und Gemeinden dazu beitragen kann, eine qualifizierte und umsetzungsorientierte Fachdebatte zu initiieren.
Die Smart-City-Charta soll aus stadtentwicklungspolitischer Sicht wünschenswerte Bausteine einer Smart City unter Abwägung von Chancen und Risiken aufzeigen und strategische Pfade für die Digitalisierung deutscher Städte und Gemeinden skizzieren.

Es soll ein Diskurs jenseits des Tagesgeschäfts und unter enger Einbindung von Verbänden, ausgewählten kommunalen Vertretern sowie Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft initiiert werden. Als Zeithorizont wird das Jahr 2040 zu Grunde gelegt. Im Vordergrund stehen dabei die Auswirkungen der Digitalisierung sowie sich daraus ergebende Potenziale und Handlungsmöglichkeiten für Städte in den Bereichen Stadtgesellschaft, Technologie und Stadtökonomie.

Aufbauend auf umfangreichen Recherchen im kommunalen und unternehmerischen Sektor sowie einer interdisziplinären Delphi-Umfrage wird eine Vorstellung davon entwickelt was zukünftig möglich ist und wie Deutschlands Städte und Gemeinden im Hinblick auf künftige, durch die Digitalisierung getriebene, Veränderungen handlungsfähig bleiben.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Dr. Peter Jakubowski
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2150