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Dialogprozess Smart Cities im Kontext der integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung

Der Dialogprozess "Smart Cities im Kontext der integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung" wurde in fünf aufeinander aufbauenden nationalen Workshops und zwei zusätzlichen, internationalen Fachtagungen geführt. Die Ergebnisse der Dialogplattform – die Smart City Charta – wurden im 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik am 12.-14. Juni 2017 in Hamburg veröffentlicht und diskutiert.

Projektlaufzeit: Mai 2016 - Juli 2017

Ausgangslage

Die Dialogplattform Smart Cities setzt sich aus ca. 70 Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Länder, der Kommunalen Spitzenverbände, der Städte, Kreise und Gemeinden, verschiedener Wissenschaftsorganisationen, von Wirtschafts-, Sozial- und Fachverbänden sowie der Zivilgesellschaft zusammen.

Das BMUB/BBSR-Forschungscluster "Smart Cities" unterstützte und ergänzte die Arbeit der Dialogplattform Smart Cities.

Zusätzlich hat die Dialogplattform Kerngedanken des Urbanisierungsgutachtens "Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte" des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) aufgegriffen.

Aufbauend auf diesen Beiträgen und den internationalen Erfahrungen erarbeitete die Dialogplattform Smart Cities Leitlinien, wie die Digitalisierung in Städten zukunftsfähig und im Sinne des Gemeinwohls gestaltet werden kann.

Darüber hinaus entwickelte sie konkrete Empfehlungen für alle beteiligten Akteursgruppen, wie der Weg dorthin ebenso intelligent wie nachhaltig gestaltet werden kann.

In zwei internationalen Workshops fand ein intensiver Austausch mit der Europäischen Kommission, mit Vertretenden der nationalen Smart-City-Initiativen in Spanien und Frankreich, aus sechs europäischen Städten (Kopenhagen, Amsterdam, Bristol, Barcelona, Stockholm und Wien) sowie aus der Smart Nation Singapur statt.

Unter dem Schlagwort "Smart Cities" werden Digitalisierung und die intelligente Vernetzung der Städte häufig als bedeutende Strategie und Schlüssel auf dem Weg zu einer nachhaltigeren, innovativeren und lebenswerteren Stadt von morgen gehandelt.

Auf der einen Seite kann Digitalisierung Städten, Kreisen und Gemeinden neue Möglichkeiten öffnen, städtische Aufgaben mit digitalen Mitteln besser zu lösen.

Verschiedene Infrastrukturen (Verkehr, Energie, Ver- und Entsorgung) und urbane Dienste (wie Bildung, und Gesundheit) sollen verknüpft und integriert gesteuert werden. So sollen zugleich soziale, ökonomische und ökologische Effekte erzielt werden.

Auf der anderen Seite kann die Digitalisierung u. a. die lokale Wirtschaft schwächen, zum Ausschluss benachteiligter Gruppen führen oder die Freiheit des Einzelnen beschränken. Welche Effekte überwiegen ist unklar.

In der öffentlichen Diskussion wird das Thema Smart Cities allerdings von den technischen Möglichkeiten der Digitalisierung geprägt. Eine gesellschaftliche Debatte darüber, was angesichts der traditionellen Aufgaben der Städte und der Herausforderungen der Zukunft wirklich "smart" ist, wird eher am Rande geführt.

Ziel

Digitalisierung und Vernetzung von Kommunen sind kein Selbstzweck. Ziel muss vielmehr sein, Städte, Kreise und Gemeinden sozial ausgeglichen, ökologisch verantwortlich, wirtschaftlich stabil, schön und lebenswert zu gestalten und sie in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken.

Es geht also darum, was Städte brauchen, um die zentralen gesellschaftlichen Anforderungen und Herausforderungen in der Digitalisierung erfolgreich zu bewältigen und wie digitale Lösungsansätze dabei helfen.

Um diese Debatte zu führen, hatte das BMUB die Dialogplattform Smart Cities eingerichtet. Es setzte damit den Beschluss des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung zur Einrichtung einer solchen Plattform um.

Ziel der Dialogplattform war es, gemeinsame Leitplanken für digitale Transformation in den Kommunen im Kontext einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu erarbeiten. So sollte die Dialogplattform auch die Rolle von Städten und Kommunen in der Diskussion über Digitalisierung als auch in ihrer nachhaltigen Umsetzung stärken.


Auftragnehmer der Studie war DIALOG BASIS, Ansprechpartner: Projektmanager Mikko Rissanen.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Stephan Günthner
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-2235
Eva Schweitzer
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-1654