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Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen

Start

Ansätze integrierter Stadtentwicklung gewinnen ebenso an Bedeutung wie intraregionale Kooperationsformen innerhalb von Stadtregionen. Während jedoch Konzepte der integrierten Quartiersentwicklung in der Praxis vielfach erprobt und intensiv beforscht sind, dies für gesamtstädtische Strategien noch in Maßen gilt, wird mit der Frage nach regionalen Verflechtungen integrierter Stadtentwicklung weitgehend Neuland betreten.
Projektlaufzeit: Oktober 2007 - Juni 2009

Anlass und Ausgangslage

Nach einer Hochphase in den 1970er Jahren erfährt "integrierte Stadtentwicklung" gegenwärtig vor allem auf der Planungs- und Handlungsebene des Stadtquartiers wieder große Aufmerksamkeit - insbesondere im Kontext des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt". Dessen Strategieansätze zielen darauf, einer räumlichen Polarisierung innerhalb der Stadt entgegen zu wirken und bilden somit einen Baustein integrierter räumlicher Entwicklung auch auf der Ebene der Gesamtstadt. Hier zielen integrierte Ansätze vor allem auf die Steigerung der Standortattraktivität, deren Bewertung zunehmend im globalen Wettbewerb erfolgt und auch soziale bzw. sozial-räumliche Fragen berücksichtigt.

Abbildung: Räumliche Ebenen integrierter Stadtentwicklung

Die Grafik zeigt die räumlichen Ebenen integrierter StadtentwicklungQuelle: DIFU, 2008

Darüber hinaus spielen zur Attraktivitätssteigerung von Städten "harte" Standortfaktoren (zum Beispiel ansprechende Wohnraumangebote oder gute Erreichbarkeit) ebenso eine Rolle wie eher "weiche" Faktoren, zu denen beispielsweise Freiräumqualitäten und Freizeitmöglichkeiten oder gute Umweltbedingungen zählen.

Hier deutet sich an, dass integrierte Stadtentwicklung die nächst höhere Ebene der Stadtregion mit einbeziehen muss, denn viele Qualitäten des Standortes Stadt hängen nicht unwesentlich von der Attraktivität seiner stadtregionalen Umgebung ab, beispielsweise wenn es um Nutzungsmöglichkeiten bzw. die aktive, kooperative Entwicklung von Angeboten in der Region geht: Naherholungsgebiete, Wohnlagen "im Grünen", interkommunale Gewerbegebiete, regionale Infrastrukturen wie Flughäfen oder Freizeitparks sind nur einige Beispiele.

Zielsetzung des Projekts

Vor diesem Hintergrund standen drei Fragen im Zentrum der Untersuchung:

  • Was wird heute in deutschen Kommunen unter "integrierter" Entwicklung verstanden? Aus welchen Elementen besteht "das" Integrierte, was charakterisiert es?
  • Welchen Verbreitungsgrad haben integrierte Entwicklungsansätze in deutschen Städten und Gemeinden?
  • Inwieweit werden bei diesen Ansätzen auch regionale Aspekte berücksichtigt, wie dies unter anderem in der "LEIPZIG CHARTA zur nachhaltigen europäischen Stadt" sowie der "Territorialen Agenda der Europäischen Union" gefordert werden?

Kern der Untersuchung war eine schriftliche Befragung aller Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohner/innen sowie auch kleinerer Gemeinden, in denen die integrativ angelegten Bund-Länder-Programme Soziale Stadt bzw. Stadtumbau Ost oder West umgesetzt werden. Im Zuge des Umfragerücklaufs wurden integrierte Entwicklungskonzepte mitgesandt, die als Grundlage für eine qualitative Analyse zur Kontrastierung der Befragungsergebnisse dienten. Detailaussagen zu den Untersuchungsfragen konnten in den drei Fallbeispielregionen Dresden, Hamburg und Saarbrücken gewonnen werden, in denen vertiefende Experteninterviews sowie ebenfalls qualitative Konzeptanalysen durchgeführt wurden. Die jeweiligen Zwischenergebnisse sind im Rahmen zweier Workshops mit Experten und Expertinnen bzw. kommunalen Praktiker/innen rückgekoppelt worden.

Die Ergebnisse der Untersuchung mündeten in Handlungsempfehlungen für die Ebenen Bund, Länder und Kommunen sowohl zur Stärkung und Ausweitung kommunalen integrierten Handelns als auch zur Beförderung der Einbeziehung bisher wenig berücksichtigter regionaler Zusammenhänge.

Auftragnehmer des Projektes war die Deutsche Institut für Urbanistik GmbH, Berlin.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Dr. Brigitte Adam
Referat I2 - Stadtentwicklung

Tel.: +49 228 99401-2325
brigitte.adam@bbr.bund.de

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