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Aktionsprogramm "Modellvorhaben der Raumordnung"

Logo Modellvorhaben der Raumordnung

Mit dem Aktionsprogramm "Modellvorhaben der Raumordnung" sollen exemplarisch konkrete Projekte und Studien gefördert werden, die neue Ansätze in der Raumordnung und der Regionalplanung verfolgen. Der jährliche Verpflichtungsrahmen des Titels beträgt rund 1 Mio. Euro. Das Aktionsprogramm bietet für das Politikfeld Raumordnung auf Bundesebene eine Möglichkeit, die notwendige Umsetzung einer aktions- und projektorientierten Raumentwicklungspolitik von Bundesseite her aktiv zu unterstützen.

Im Zeitraum 1996 bis 2000 konzentrierte sich die Durchführung des Programms auf die Schwerpunkte

  • Nachhaltige Regionalentwicklung (durch regionale Kooperation)
  • Transnationale Zusammenarbeit.

Beim Schwerpunkt Nachhaltige Regionalentwicklung standen die Umsetzungen der Leitvorstellungen einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Raumentwicklung und die Region als Umsetzungsebene entsprechender raumordnerischer Aktivitäten im Mittelpunkt. Erprobt wurden:

  • Regionalkonferenzen
  • Regionalmanagementkonzepte in strukturschwachen Räumen
  • Regionale Sanierungs- und Entwicklungsgebiete
  • Städtenetze
  • Wettbewerb "Regionen der Zukunft".

Im Schwerpunkt Transnationale Zusammenarbeit ging es um die Weiterentwicklung des europäischen Raumentwicklungskonzepts sowie um Aktivitäten zur Förderung der raumordnerischen Zusammenarbeit in der EU.

Ab 2001 stand die Unterstützung der Durchführung des 1999 von den für Raumordnung zuständigen Ministern der EU-Mitgliedstaaten geschlossenen Aktionsprogramms zur Umsetzung der europäischen Raumentwicklungskonzepte im Mittelpunkt. Angestoßen wurden:

  • die Durchführung von Schlüsselprojekten, die im Rahmen der raumordnerischen Entwicklungsvorstellungen im Ostseeraum (VASAB 2010+) und im CADSES-Raum (Vision Planet) identifiziert wurden sowie von raumordnerischen Projekten zur Unterstützung des Transformationsprozesses in Südosteuropa
  • die Einbeziehung der Beitrittsstaaten in das Netzwerk raumwissenschaftlicher Forschungsinstitute ESPON.

Seit 2003 ist das Aktionsprogramm wieder auf nationale Aktivitäten fokussiert. Themenschwerpunkte sind:

  • Nachhaltige Siedlungsentwicklung
  • Infrastruktur und demographischer Wandel.

Bei der methodisch-konzeptionellen Weiterentwicklung des Instruments Modellvorhaben soll zukünftig verstärkt darauf geachtet werden, dass

  • die Auswahl der Modellvorhaben mehr noch als bisher im Vergleich unter Alternativen erfolgt, um bessere Lösungen ausfindig zu machen, und
  • die Verknüpfungen zwischen der aktions- und projektorientierten neueren Raumentwicklungspolitik und der raumwirksamen Fachplanung verbessert werden.