Regionale und kommunale Strategien zur Aktivierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale einer alternden Gesellschaft
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Deutschland altert und schrumpft. Ursachen sind niedrige Geburtenraten, Sterbefallüberschuss, weniger Zuwanderung und eine weiter steigende Lebenserwartung. Neben Problemen eröffnen diese Veränderungen auch Potenziale und Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft. Diese sollten identifiziert und untersucht werden.
Projektlaufzeit: November 2005 - Juni 2006
Ziel des Projektes war es, zu ermitteln, welche positiven Entwicklungschancen sich aus der wachsenden Zahl älterer Menschen für Kommunen und Regionen generieren lassen. Denn die ältere Generation verfügt über wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenziale, die für die kommunale und regionale Wirtschaft und das Gemeinwesen fruchtbar sein können. Zielgruppe war insbesondere die aktive, mehr als alle vorhergehenden Jahrgänge der 60- bis unter 80-Jährigen gebildete, mehrheitlich gesunde und finanziell gut ausgestattete Bevölkerungsgruppe.
Es ging zum einen darum, herauszufinden, wie die Regionalwirtschaft auf die gewachsenen Ansprüche Älterer aufmerksam gemacht werden kann, um damit neue Märkte zu erschließen. Zum anderen sollte untersucht werden, wie Pensionäre und Rentner, die über ein großes Zeitbudget verfügen, dieses im Sinne bürgerschaftlichen Engagements nutzen können. In Zeiten knapper öffentlicher Haushalte ist jede Art ehrenamtlicher Tätigkeit zur Ergänzung und Unterstützung öffentlicher Angebote begrüßenswert und zudem sinnstiftend und Identität fördernd.
In der Diskussion werden bislang vor allem die Probleme, die diese Entwicklungen mit sich bringen, thematisiert. Die Chancen, die sich für Gesellschaft und Wirtschaft daraus ergeben, dass die heutige Generation der älteren Menschen tendenziell gesünder, mobiler, qualifizierter und kaufkräftiger ist als vorherige Generationen, spielen eine noch eher untergeordnete Rolle.
Hier setzte das Projekt "Regionale und kommunale Strategien zur Aktivierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale einer alternden Gesellschaft" an. Es sollten
- die Potenziale der demographischen Alterung identifiziert und bewertet werden, die für die regionale und/oder kommunale Entwicklung relevant sind,
- Erfahrungen aus/von Regionen zusammengetragen und differenziert bewertet werden, die dieses Potenzial bereits als Chance/Ansatzpunkt für regionale Aktivitäten sehen und
- Strategien entwickelt bzw. aus den Beispielen abgeleitet werden, die eine effektive Nutzung der ausgemachten Potenziale ermöglichen.
Im Kern ging es um eine Identifizierung von "guten Beispielen", die nachahmenswert sind und - bei allen Problemen von Übertragbarkeit - Anregungen zu einer aktiven Befassung mit den Chancen aus der demographischen Alterung geben sollten.
Auftragnehmer des Ressortforschungsprojektes war das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin.
