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Baukulturpolitik in Deutschland – Aufgaben für Infrastrukturmaßnahmen

Trotz ihrer großen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Bedeutung wird die ästhetische Gestaltung von Brücken neben funktionalen und ökonomischen Gesichtspunkten häufig nachgeordnet betrachtet. Eine vergleichende Darstellung von Planungsverfahren von Brückenbauwerken soll klären, wie und mit welchem Aufwand Bauwerke der technischen Infrastruktur mit hoher Gestaltqualität entstehen können.

Projektstart: Dezember 2016

Ausgangslage

Brückenbauwerke – Eisenbahnbrücken genau wie Straßenbrücken – sind wichtige Elemente der Infrastruktur. Sie binden mit etwa einem Viertel einen Löwenanteil der Investitionsausgaben des Bundes für den öffentlichen Bau. Sie entscheiden über die Mobilität von Menschen sowie Gütern und sind damit Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und individuelle Bewegungsfreiheit.

Gleichzeitig prägen Brücken als große Baukörper in dominanter Weise ihre Umgebung. Sie können das Stadt- und Landschaftsbild bereichern oder sehr negativ verändern. Durch ihre langfristige, bauliche und bildgebende Dominanz sind Brücken ein enorm wichtiger Bestandteil von Deutschlands Baukultur.

Foto der Scherkondetalbrücke in Thüringen ScherkondetalbrückeScherkondetalbrücke in Thüringen, ausgezeichnet mit dem Deutschen Brückenbaupreis 2012 Quelle: Ludolf Krontal

Ziel

Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit Wettbewerbe oder die Urteile anderer qualifizierter Gremien die Planung und Entstehung von Straßen- und Eisenbahnbrücken positiv beeinflussen – zum Beispiel in Bezug auf die Nutzerfreundlichkeit, Konsistenz in der Formgebung oder Einfügung in das Landschaftsbild. Dabei soll das Projekt herausstellen, wie sich der Planungsprozess in Bezug auf Kosten, Termine und Abläufe und weiterer Rahmenbedingungen im Vergleich verhält und welche Vor- sowie Nachteile in Aufwand und Nutzen gegenüber Standardplanungen entstehen können. Neben durchgeführten Wettbewerben sollen auch die Projekte untersucht werden, die der Brückenbeirat der Deutschen Bahn AG beeinflusst hat.

Zusatzinformationen

Kontakt

Karin Hartmann
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-1219