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Wohnen im Alter - Marktprozesse und wohnungspolitischer Handlungsbedarf

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Angesichts des demografischen Wandels ist die bedarfsgerechte Anpassung der Wohnungsbestände für ältere Menschen eine wichtige Herausforderung für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Ziel des Forschungsvorhabens war es, den derzeitigen Bestand und den aktuellen sowie zukünftigen Bedarf an altersgerechten Wohnangeboten zu quantifizieren und effektive wohnungspolitische Handlungsstrategien zu ermitteln.
Projektlaufzeit: November 2008 - Mai 2011

Ausgangslage

Die wachsende Zahl von älteren Menschen wird (vor allem in Zukunft) zu einem steigenden Bedarf an altersgerechten, weitgehend barrierefreien Wohnungen führen. Während die Zahl der jüngeren Bevölkerung kontinuierlich zurückgeht, wird die Zahl der über 65-Jährigen bis 2030 auf ca. 22,3 Mio. steigen. Die Zahl der über 80-Jährigen wird im gleichen Zeitraum von 4,1 Mio. auf dann 6,4 Mio. anwachsen. Das bestehende Wohn- und Versorgungsangebot wird diesen veränderten Anforderungen in vielen Bereichen nicht gerecht und muss an die Anforderungen einer alternden Gesellschaft angepasst werden, um ein möglichst langes selbstständiges Leben zu ermöglichen.

Zum einen müssen bei Neubaumaßnahmen die Anforderungen an eine barrierefreie Gestaltung berücksichtigt werden. Bedeutsamer ist aber zum anderen, dass bestehende Wohnungen durch individuelle und strukturelle Anpassungsmaßnahmen an diese veränderten Anforderungen angepasst werden.

Daneben wachsen auch die Anforderungen an die Wohnungsversorgung, die über die Bereitstellung alterstauglicher Wohnungen hinausgehen. Neben einem barrierefreien Wohnumfeld, der Bereitstellung wohnortnaher Infrastruktur, der Integration von sozialen Angeboten wie Nachbarschaftstreffs oder häuslicher Pflege müssen Wohnungsanbieter zusammen mit anderen wichtigen Akteuren, wie zum Beispiel Kommunen und Wohlfahrtsverbänden, dazu beitragen, dass das soziale Zusammenleben unter und zwischen den Generationen gestärkt wird.
In diesem Zusammenhang spielen städtebauliche Aspekte eine zentrale Rolle. Darüber hinaus muss sich das Wohnungsangebot auch für neue Wohnformen öffnen, wie etwa das selbstständige gemeinschaftliche Wohnen oder gruppenorientierte Wohnformen für Pflegebedürftige.

Zielsetzung

Bisher lagen nur sehr vereinzelt Informationen über die Wohnsituation älterer Menschen und deren Bedarfe vor. Die Studie hatte zum Ziel, den Wohnungsbestand und die besondere Lebenssituation älterer Menschen zu analysieren und die speziellen Anforderungen an altersgerechte Gebäude herauszuarbeiten. Ziel des Forschungsvorhabens war es auch, den derzeitigen Bestand und den aktuellen sowie zukünftigen Bedarf an altersgerechten Wohnangeboten zu quantifizieren.

Zudem dienten die Untersuchungen als Grundlage zur Überprüfung der bestehenden Rahmenbedingungen sowie zur Anpassung der aktuellen förderrechtlichen Ausrichtung, um notwendige Investitionen in den altersgerechten Wohnungsbestand anzuregen. Das Gutachten zeigt fördernde und hemmende Rahmenbedingungen für die Bereitstellung eines altersgerechten Wohnungsangebotes auf. Ergänzend haben die Autoren wohnungspolitische Handlungsempfehlungen formuliert.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war das Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln.

Zusatzinformationen

Kontakt

Verena Staubermann
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft

Tel.: +49 228 99401-1220
verena.staubermann@bbr.bund.de

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