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Erfolgsfaktoren für Wohnungsbauvorhaben im Rahmen der Innenentwicklung von dynamischen Städten

Hinsichtlich der Entwicklung unserer Städte und Gemeinden existiert ein stadtplanerischer und im Baugesetzbuch verankerter Konsens zur Bevorzugung der (wohn-)baulichen Innenentwicklung vor der Außenentwicklung. Tatsächlich wird in den letzten Jahren zwar ein erheblicher Anteil des städtischen Wohnungsneubaus in der Innenentwicklung verwirklicht, jedoch treten zunehmend Widerstände auf, die die Nutzung der Potenziale zum Teil scheitern lassen. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden sowohl die Hemmnisse wie auch Erfolgsfaktoren der wohnbaulichen Innenentwicklung sichtbar gemacht und Strategien und Instrumente bewertet.

Projektstart: Dezember 2015

Ausgangslage

Kernargumente für die wohnbauliche Innenentwicklung, d.h. die Nutzung innerörtlicher, bereits erschlossener Flächen, liegen in der Vermeidung von Landschaftseingriffen, der Nutzung vorhandener Infrastrukturen und einer wachsenden Nachfrage nach städtisch-integrierten Wohnstandorten. Vor diesem Hintergrund haben auch die Wohnungsbauinvestoren und Wohnungsbauentwickler ein hohes Interesse an entsprechenden Investitionsvorhaben. Derzeit realisierte Vorhaben sind in Mengen und Angebotsstrukturen jedoch nicht geeignet, in wachsenden Städten mit angespannten Wohnungsmärkten eine spürbare Entlastung zu bewirken.
Die zentrale Stellschraube für einen vermehrten Wohnungsbau im Rahmen der Innenentwicklung liegt dabei in der Mobilisierung von Wohnbaugrundstücken. Nicht verkaufs- oder investitionsbereite Eigentümer – sei es aufgrund von Spekulationen auf eine Wertsteigerung, Überforderung oder anderen individuellen Gründen – hemmen die Aktivierung der vorhandenen Innenentwicklungspotenziale ebenso wie eine zu geringe Qualität des Standorts und damit zu geringe Rentabilitätsaussichten. Schließlich spielen auch politische Abwägungskonflikte eine Rolle. Vorhaben der Innenentwicklung müssen nicht nur innerhalb der Verwaltung hinsichtlich alternativer Nutzungsmöglichkeiten und Zielsetzungen diskutiert werden, sie berühren zudem vielfältige Akteursinteressen, vom Investor über die zukünftigen Bewohner bis zu den Anwohnern, die gegeneinander abgewogen werden müssen. Vor allem Widerstände aus der Nachbarschaft führen Vielfach dazu, dass Projekte verzögert, im Umfang des realisierten Wohnungsbaus reduziert oder punktuell sogar vollständig verworfen werden.

Ziel

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden bestehende Hemmnisse, aber auch Erfolgsfaktoren einer wohnbaulichen Innenentwicklung aufgezeigt. Darüber hinaus werden kommunale Strategien und Instrumente zur Stärkung der Innenentwicklung genauer untersucht und bewertet, um abschließend Empfehlungen für eine gelingende Innenentwicklung zu geben.

Zusatzinformationen

Kontakt

Mathias Metzmacher
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-2620
Fax: +49 228 9910 401-2620
Verena Lihs
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-2213