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Evaluierung der Wohngeldreform 2016

In der Studie wird die Entwicklung des Wohngeldes im Zeitraum 2009 bis 2015 analysiert und der daraus resultierende Reformbedarf (inkl. Ex-ante-Erwartungen) dargestellt sowie eine Ex-post-Wirkungsanalyse der Wohngeldreform 2016 durchgeführt. Außerdem werden die Regelungen zu den Mietenstufen und den Höchstbeträgen für Miete und Belastung analysiert.

Projektstart: Oktober 2017

Ausgangslage

Wohngeld unterstützt als Zuschuss einkommensschwächere Haushalte bei der Finanzierung von angemessenem und familiengerechtem Wohnraum. Es wird geleistet, damit Haushalte mit Einkommen oberhalb des Grundsicherungsniveaus die Wohnkosten tragen können.

Am 1. Januar 2016 trat die Wohngeldreform mit unterschiedlichen Leistungsverbesserungen in Kraft. So wurden die Tabellenwerte (Höhe des Wohngeldes) erhöht, die Höchstbeträge für Miete und Belastung angehoben und Frei-, Abzugs- und Pauschbeträge erhöht bzw. neu geregelt. Zudem wurden die Mietenstufen regional neu festgelegt. Diese Leistungsverbesserungen kommen Haushalten zugute, die bereits vor der Reform Wohngeld bezogen haben, sowie Haushalten, die durch die Reform erstmals oder wieder einen Wohngeldanspruch erhalten. Dazu zählen sowohl Haushalte, deren Einkommen bisher zu hoch war, um Wohngeld zu erhalten (sogenannte Hereinwachser), als auch Haushalte, die bisher auf Leistungen nach dem SGB II und dem SGB XII angewiesen waren (sogenannte Wechsler). Es wurde erwartet, dass von der Wohngeldreform bundesweit rund 660.000 Haushalte profitieren und dass die Wohngeldausgaben in erheblichem Maße ansteigen.

Ziel

Ziel des Projektes ist die Evaluierung der am 1. Januar 2016 in Kraft getretenen Wohngeldreform. Im Fokus stehen die ökonomische Betrachtung der einzelnen Reformkomponenten mit ihren Wirkungen und die Frage, ob die Wirkungen den Erwartungen entsprechend eingetroffen sind. Anhand der Entwicklung von Empfängerzahlen, Leistungshöhe, Reichweite für unterschiedliche Zielgruppen sowie Gesamtausgaben für das Wohngeld seit 2009 wird analysiert, ob die angestrebten Ziele erreicht wurden. Auch das Ausmaß des Wechsels von Haushalten zwischen dem Wohngeld und den Leistungssystemen der Grundsicherung nach SGB II und SGB XII wird evaluiert.

Die Effekte der Reform bezüglich der Wohnkostenbelastung werden ebenso untersucht wie regionale Effekte (Mietenstufen und Miethöchstbeträge). Insgesamt wird damit ermittelt, inwieweit die Ausgaben und die Inanspruchnahme nach 2009 (allein) durch die Konjunkturentwicklung und andere Faktoren zu erklären ist und wie sich Ausgaben und Empfängerzahlen voraussichtlich weiter entwickeln werden. Empfehlungen zur künftigen Gestaltung des Wohngeldrechts werden ebenfalls abgeleitet.

Zusatzinformationen

Kontakt

Nina Oettgen
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-1220