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Pilotprojekte Energetische Stadtsanierung

Begleitforschung des KfW-Programms "Energetische Stadtsanierung"

Mit dem 2011 aufgelegten KfW-Programm 432 "Energetische Stadtsanierung" ist das Quartier als zentrale Handlungsebene auch für den Klimaschutz in den Fokus gerückt. Auf der Grundlage von 63 Pilotprojekten hat die Begleitforschung Erkenntnisse über die Generierung und Wirkung von integrierten energetischen Quartierskonzepten sowie die Arbeitsweisen von Sanierungsmanagements herausgearbeitet. Zentral dafür war der Erfahrungsaustausch mit involvierten Akteuren in den Pilotquartieren.

Projektlaufzeit: Juli 2013 - Oktober 2017

Zentrale Ergebnisse finden sich auf einer für das Forschungsprojekt eingerichteten Webseite. Sie enthält Hinweise zu Quartierskonzepten und zum Sanierungsmanagement. Gute Praxisansätze, praktische Tipps und Arbeitshilfen finden sich hier genauso wie Downloads der veröffentlichten Broschüren und Flyer. Die Informationen richten sich an Wohnungsunternehmen, Stadtwerke und andere an der energetischen Stadtsanierung beteiligte Akteure:

www.energetische-stadtsanierung.info

Ausgangslage

Das Thema Energie bestimmt die Schlagzeilen. Diskussionen über Klimaschutz, Versorgungssicherheit, steigende Energiepreise und die von der Bundesregierung politisch forcierte Energiewende haben neue Impulse gesetzt, die in den vergangenen Jahren auch die Stadtentwicklung und die Stadterneuerung erreicht haben. Die Senkung des Energieverbrauchs, die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen sowie die Verringerung des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen sind zentrale Aufgaben.

Energetische Stadtsanierung – gerade im Gebäudebestand – stellt oberhalb der Ebene von Einzelgebäuden und der öffentlichen Infrastruktur eine komplexe Aufgabe dar. Sanierung, Netzerneuerung und Anpassung der Mobilitätsinfrastruktur stehen in Wechselwirkung mit demografischen, wirtschaftlichen, stadtentwicklungspolitischen und wohnungswirtschaftlichen Fragestellungen. Ansprüche und Wünsche der verschiedenen handelnden Akteure – Bürgerinnen und Bürger, Wohnungswirtschaft, private Eigentümer, Energiewirtschaft – müssen dabei aufeinander abgestimmt werden. Der Quartiersbezug erleichtert deren Einbindung. Auch für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen ist die Quartiersebene eine geeignete Größe. Senkung des Gebäudeenergiebedarfs, effiziente Wärmeversorgungssysteme und ein daran orientierter Einsatz erneuerbarer Energien sind Ausgangspunkte. Nicht zuletzt lassen sich auf der Quartiersebene für spezifische Ausgangslagen – zum Beispiel Quartiere mit besonders erhaltenswerter oder denkmalgeschützter Bausubstanz – bessere Lösungen entwickeln.

Das 2012 in die Regelförderung überführte Programm ist Impulsgeber. Zugleich bietet es die Möglichkeit, die energetische Stadtsanierung strukturiert und qualifiziert von der Konzeption bis zur Umsetzung durchzuführen. Der Umgang mit dem Programm wurden anhand von 63 Pilotprojekten, die vor Beginn der Regelförderung im Herbst 2011 auf Vorschlag der Bundesländer ausgewählt wurden, über fünf Jahre hinweg erforscht.

Ziel

Ziel der Begleitforschung war es, anhand der 63 Pilotprojekte den Umgang mit dem KfW-Förderprogramm 432 "Energetische Stadtsanierung – Integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager" zu analysieren und zu dokumentieren. Aus den Erfahrungen, Ergebnissen und Effekten wurden einerseits Hinweise für die Weiterentwicklung des Programms generiert. Andererseits wurden Handlungsempfehlungen für die Praxis vor Ort herausgearbeitet. Die Forschung bezog sich sowohl auf die Programm- als auch die Projektebene. Intensiv untersucht wurden die Phase der Konzepterstellung sowie die Arbeit des Sanierungsmanagements. 12 der 63 Pilotprojekte wurden als Stellvertreterprojekte und im Sinne von Fallstudien vertieft untersucht.

Auftragnehmer der Begleitforschung waren Urbanizers Büro für städtische Konzepte (Berlin), plan zwei Stadtplanung und Architektur (Hannover), KEEA – Klima- und Energieeffizienz Agentur (Kassel), IdE – Institut dezentrale Energietechnologien (Kassel).

Zusatzinformationen

Kontakt

Wolfgang Neußer
Referat II 11 - Wohnungs- und Immobilienmärkte
Tel.: +49 228 99401-1281