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Mit Partizipation öffentliche Räume in Innenstädten beleben

BBSR-Studie gibt Handlungsempfehlungen für Klein- und Mittelstädte

Sowohl die Innenstadt als auch der öffentliche Raum sind zentrale Handlungsfelder der Stadtentwicklung. Im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit und der Forschung standen dabei bislang jedoch vor allem Großstädte. Eine vom BBSR in Auftrag gegebene Studie lenkt daher den Blick auf die Klein-und Mittelstädte.

Stadt Passau Stadt PassauPassau in Ostbayern. Quelle: Stadt Passau

Sie zeigt: Um die öffentlichen Räume in ihren Innenstädten zu beleben, müssen die Kommunen insbesondere Partizipation und Mitwirkung groß schreiben.

Am Beispiel von zwölf Fallstudien in Kommunen mit einer Größe zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern fördert die Studie teilweise gravierende Defizite in den Innenstädten zutage. Insbesondere der Strukturwandel im Einzelhandel und hohe Verkehrsbelastungen schränken ihre Funktionsfähigkeit ein. Die Folge sind Leerstände und Mindernutzungen von Ladenlokalen sowie Lärmbelastungen und räumliche Barrieren.

All diese Faktoren wirken auf den öffentlichen Raum und beeinflussen dessen Attraktivität – genauso wie die Qualitäten des Städtebaus, die Funktionsvielfalt und eine erfolgreiche Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren. Gleichzeitig kommt der Wohnnutzung in zentralen innerstädtischen Bereichen in Klein- und Mittelstädten jedoch eine bedeutsamere Rolle zu als in Großstädten.

„Um die Attraktivität der öffentlichen Räume in den Innenstädten zu sichern oder gar zu erhöhen, treten die Kommunen immer stärker in die Rolle des Managers“, unterstreicht Brigitte Adam, die das Forschungsprojekt im BBSR wissenschaftlich begleitet hat. „Dabei müssen sie Wirtschaft, Initiativen, Vereine und engagierte Einzelpersonen mit ins Boot holen, um gemeinsam Angebote zu entwickeln und gleichzeitig Nutzungskonflikte aufzulösen.“

Die Kommunen sollten daher, so die Studie, sowohl die Funktionsvielfalt in den Innenstädten als auch die Partizipation als Planungselement stärken, Wirtschaftsakteure und Stadtgesellschaft mobilisieren und die Aufgaben des Citymarketings noch stärker mit der Innenstadtentwicklung verknüpfen.

Die Veröffentlichung „Die Innenstadt und ihre öffentlichen Räume“ kann kostenfrei per E-Mail (silvia.wicharz@bbr.bund.de) angefordert werden. Eine elektronische Version ist hier abrufbar:

Kontakt

Dr. Brigitte Adam
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-1235
brigitte.adam@bbr.bund.de