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Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen – Projektaufruf

Für ein neues Modellvorhaben mit dem Titel "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" suchen BMVI und BBSR bis zum 18. September 2015 interessierte Modellregionen.

Das BMVI sucht zusammen mit dem BBSR etwa 15 Modellregionen, die ab Januar 2016 innovative Konzepte erarbeiten, mit denen sowohl die Daseinsvorsorge und Nahversorgung als auch die Mobilität in ländlichen Räumen gewährleistet werden können


Worum geht es in dem Modellvorhaben?

Ländliche Räume in Deutschland stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. Sie sind häufig vom demografischen Wandel überdurchschnittlich betroffen, sorgen sich um den Erhalt ihrer Wirtschaftskraft und Lebensqualität und müssen große Anstrengungen unternehmen, um ihren Bürgerinnen und Bürgern eine ausreichende Daseinsvorsorge und Nahversorgung anbieten zu können. Schnell ist ein "Teufelskreis" erreicht, der die örtlichen Handlungsspielräume immer mehr einengt. Mit dem bundesweiten Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" sollen vom demografischen Wandel besonders betroffene Regionen in einem Wettbewerbsverfahren aufgefordert werden, ausgehend von ihrer regionalen Bevölkerungsentwicklung und ihren längerfristigen Entwicklungsbedingungen innovative Konzepte zu erarbeiten, mit denen in Zukunft sowohl die Daseinsvorsorge und Nahversorgung als auch die Mobilität gewährleistet werden können. Es sollen dabei standortplanerische und verkehrsplanerische Ansätze zusammengeführt werden. Ziel dieser Doppelstrategie ist es, Angebote der Daseinsvorsorge mittel- bis langfristig an räumlich möglichst günstigen Standorten zu bündeln, um damit deren wirtschaftliche Tragfähigkeit und Erreichbarkeit langfristig sicherzustellen. Der kombinierte Ansatz bietet auch einen geeigneten Weg, um bereits andernorts praktizierte "gute Beispiele" in ein integriertes Mobilitätskonzept einzubinden.

Wer kann sich wie bewerben?

Das Modellvorhaben richtet sich an Landkreise bzw. Zusammenschlüsse von Landkreisen, die vom demografischen Wandel überdurchschnittlich betroffen sind. Welche Landkreise bewerbungsberechtigt sind, entnehmen Sie bitte der Übersichtstabelle, die Sie am Ende dieser Seite (unter Bewerbung und weitere Informationen) herunterladen können. Die Bewerbung ist möglich bis spätestens 18. September 2015. Bitte füllen Sie dazu das Formular aus, das Sie ebenfalls am Ende dieser Seite finden. Es können nur Bewerbungen berücksichtigt werden, die ein vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular einschließlich der Anlagen fristgerecht per E-Mail bzw. auf dem Postweg eingereicht haben. Beachten Sie die maximal erlaubte Textmenge in den jeweiligen Antwortfeldern.
Am 11. Juni 2015 bietet das BMVI in Berlin für potenzielle Modellregionen einen halbtägigen Informationsworkshop an, bei dem die Zielrichtung, die Ausgestaltung und der Ablauf des Modellvorhabens erläutert werden und offene Fragen geklärt werden können. Daran können nach Anmeldung bis zum 22. Mai 2015 an modellvorhaben-dw@bmvi.bund.de maximal zwei Vertreterinnen bzw. Vertreter je Landkreis teilnehmen.

Was wird von den Modellregionen erwartet?

Bei der Bewerbung wird von den potenziellen Modellregionen erwartet, dass sie in dem Bewerbungsformular zunächst Angaben zu dem "Ist-Zustand" in ihrem Landkreis bzw. dem Zusammenschluss von Landkreisen machen. Dabei soll neben den Eckdaten zur Region vor allem die Erläuterung der aktuellen Situation im ÖPNV erfolgen sowie die Darstellung der bisherigen Kooperationen und Netzwerke der Akteure vor Ort in den Themenbereichen Daseinsvorsorge, Nahversorgung und Mobilität. Neben dem "Ist-Zustand" wird erwartet, dass die Regionen ihre Planung zur Umsetzung des geplanten Vorhabens präsentieren. Dabei steht das Projektmanagement und die Projektorganisation, das inhaltliche (Ziel-)Konzept sowie der Kosten- und Finanzierungsplan im Vordergrund.

In dem Modellvorhaben wird besonderer Wert darauf gelegt, dass neben Politik, Verwaltung, professionellen Anbietern von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge und Nahversorgung sowie Vertretern der Zivilgesellschaft von Beginn an auch die verschiedenen Ziel- und Nutzergruppen (wie Jugendliche, Familien mit Kindern und ältere Menschen) von Daseinsvorsorge und Mobilität vor Ort aktiv in die Entwicklung und Umsetzung von Standortkonzepten und Mobilitätsangeboten eingebunden werden. So können ihre Ideen aufgenommen und die Akzeptanz und Effizienz von künftigen Lösungen gefördert werden.

Bewerbung und weitere Informationen


Rückfragen zum Modellvorhaben richten Sie bitte an
Herrn Dr. Bernd Rittmeier (BMVI) Tel.: +49 (0)30 18300 2650 oder
Herrn Christian Schlump (BMVI) Tel.: +49 (0)30 18300 2652
bzw. per E-Mail an modellvorhaben-dw@bmvi.bund.de