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Gender-Index

Stand der Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Lebensbereichen

Der Gender Equality Index bildet die faktische Gleichstellung in sechs Domänen mit zentraler Bedeutung für die Gleichstellung von Männern und Frauen ab. Der Gesamtindex ist die gewichtete Zusammenfassung aus den sechs Domänen mit zentraler Bedeutung für die Gleichstellung. Die Gewichte wurden auf europäischer Ebene über ein Expertenpanel erhoben und für den deutschen Gender-Index unverändert übernommen.

Gewichte der Domänen gemäß Expertenpanel
DomäneGewicht
Arbeit0,193
Einkommen0,154
Gesellschaftliche Einflussnahme0,191
Gesundheit0,099
Wissen0,216
Zeitverwendung0,146
Summe1,000

Die Domänenwerte werden aus dem arithmetischen Mittel von bis zu fünf Einzelindikatoren gebildet. Diese Einzelindikatoren stellen die relativen Unterschiede zwischen den Geschlechtern dar, ohne die Ausprägung eines Geschlechts als Referenzwert zu nutzen.
Am günstigsten stellt sich die Situation dar, wenn geringe Geschlechterdifferenzen mit einer hohen Verwirklichung der Gleichstellung einhergehen, am schlechtesten entsprechend, wenn die Geschlechterdifferenzen sehr stark ausgeprägt sind und zudem der Grad der Verwirklichung gering ist. Der maximale Wertebereich liegt dabei zwischen 1 (absolut fehlende Gleichstellung) bis 100 (Gleichstellung zu 100 % erreicht).


Bei den Domänen ergibt sich die größte Geschlechtergleichheit hinsichtlich der Domäne Gesundheit und die größte Geschlechterungleichheit hinsichtlich der Domäne Gesellschaftlicher Einfluss. Der Durchschnittswert des deutschen Gender-Index liegt 2014 bei 46,4 (2012: 44,8).

Dies weist darauf hin, dass bezüglich Geschlechtergleichstellung in Deutschland noch viel Luft nach oben ist. Die Einzelindikatoren verweisen darauf, wo es bereits heute vergleichsweise gleichberechtigt zugeht und wo nach wie vor kaum von Chancengleichheit gesprochen werden kann.

Die Nachbildung des Europäischen Gleichstellungsindex lässt sich jedoch statistisch und inhaltlich nicht eins zu eins auf die Kreise übertragen. Eine Annäherung der vormals unterschiedlichen Messsysteme hat trotzdem seinen Mehrwert, als dass das Europäische System ein umfassendes und theoretisch und methodisch sehr fundiertes Verfahren ist. Abweichungen zum europäischen Index sind in der Auswahl der Indikatoren auf kleinräumiger Ebene begründet. Je größer die Unterschiede bei den Indikatoren sind, desto deutlicher sind die Niveau-Unterschiede.

Eine ausführliche Beschreibung der Methodik wird unter Downloads angeboten.

Zusatzinformationen

  • Logo Gender Index

Kontakt

Antonia Milbert
Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2256
Renate Müller-Kleißler
Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2306

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