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Laufende Raumbeobachtung - Raumabgrenzungen

Kreise und Kreisregionen

Der weitaus überwiegende Teil der Datenbasis der Laufenden Raumbeobachtung liegt auf Ebene der Stadt- und Landkreise vor. Sie bilden den räumlichen Grundbaustein, aus dem sich durch Aggregation oder mit Hilfe von räumlichen Referenzen weitere administrative (z. B. Regierungsbezirke, Länder) sowie nichtadministrative Gebietseinheiten (z. B. Raumordnungsregionen) bilden lassen.

Karte Landkreise, kreisfreie Städte, Kreisregionen Karte Kreise - Kreisregionen


Die Zahl der Landkreise hat sich seit Beginn der Gebietsreformen in den neuen Ländern 1993 von 543 deutlich verringert - auf derzeit 402 Landkreise und kreisfreie Städte. Die Basisdaten der Laufenden Raumbeobachtung liegen daher in mehr als 10 unterschiedlichen Gebietsständen vor. Dies stellt die Laufende Raumbeobachtung z. T. vor große Probleme, insbesondere bei der Zeitreihenbildung von Indikatoren.

Da seitens der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder nur für einen sehr geringen Teil der Basisdaten  Rückrechnungen vergangener Jahre auf einen aktuelleren Kreisgebietsstand zur Verfügung gestellt werden, hat das BBSR eine Methode entwickelt, durch Umschätzungen die Daten für Zeitreihen zu nutzen.

Auf Ebene der Gemeinden lassen sich die Gebietsveränderungen eindeutig zuordnen. Auf dieser Basis lassen sich flächen-, bevölkerungs- und beschäftigtenproportionale Umschätzschlüssel für Gebietsstandsänderungen auf der Kreisebene generieren, die in über 90% der Basisdaten zu plausiblen Ergebnissen führen.

Ähnlich wie bei den Raumordnungsregionen werden auch auf der Ebene der Stadt- und Landkreise analytisch orientierte Zusammenfassungen vorgenommen, um zu bundesweit vergleichbaren Raumeinheiten zu kommen: Kleinere kreisfreie Städte unter 100.000 Einwohnern werden mit den ihnen zugeordneten Landkreisen zu Kreisregionen zusammengefasst. Diese bilden die Basis der siedlungsstrukturellen Kreistypen.

Übersicht Kreise und Kreisregionen nach Ländern