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Demographie und Raumentwicklung

Planung geschieht durch Menschen für Menschen. Aus der Zahl der Bevölkerung oder ihrer künftigen Entwicklung wird politischer Handlungsbedarf für die verschiedensten Bereiche abgeleitet. Ihre Verteilung im Raum sowie ihre Zusammensetzung nach Alter oder Haushaltstypen sind somit von zentraler Bedeutung für eine Vielzahl von Fragen der Raumentwicklung.

Dabei wird häufig nach demographischen, ökonomischen oder sozialen Eigenschaften differenziert. Der inneren Zusammensetzung der Bevölkerung nach diesen Dimensionen gebührt daher besondere Aufmerksamkeit. Aus der Bevölkerungsentwicklung ergeben sich Änderungen in der Nachfrage nach Infrastruktur, Arbeitsplätzen oder Wohnungen. Auf den Wohnungsmärkten treten zudem nicht die Einzelpersonen, sondern die privaten Haushalte als Nachfrager auf.

Im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) werden demographische Prozesse speziell mit Blick auf Fragen der Raumentwicklung analysiert und prognostiziert. Zwei zentrale Teilmodelle der Raumordnungsprognose befassen sich mit mit der künftigen Entwicklung demographischer (Bevölkerung, private Haushalte) bzw. demographienaher (Erwerbspersonen) Inhalte. Das BBSR ist das einzige Institut, das regelmäßig bundesweit flächendeckend und in tiefer räumlicher Gliederung Prognosen der Bevölkerung und der privaten Haushalte durchführt.