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Stadtentwicklung in Europa

Im zusammenwachsenden Europa gewinnen Städte und Stadtregionen immer größere Bedeutung - sowohl hinsichtlich der ökonomischen Entwicklung der Europäischen Union als auch in ihrem institutionellen Verhältnis zu den Nationalstaaten. Um Städte und Stadtregionen zu stärken, wurden verschiedene Initiativen eingeleitet und Konzepte entwickelt, die das Ziel haben, dem Potenzial der städtischen Gebiete sowie aktuellen Herausforderungen verstärkt Rechnung zu tragen. Dabei nimmt die EU auf die Politikbereiche Stadtentwicklung und Wohnungswesen über zwei Wege Einfluss:

  • Zum einem auf dem Weg der Prozesspolitik, wobei hier insbesondere die EU-Strukturpolitik zu nennen ist. Über finanzielle Anreize sollen die Mitgliedstaaten und ihre Teilräume angehalten werden, sich entsprechend den Leitvorstellungen der EU zu verhalten.
  • Zum anderen im Rahmen der Ordnungspolitik, in dem für alle Mitgliedstaaten ein verbindlicher Rechtsrahmen geschaffen wird. Dies trifft vor allem auf die Richtlinien der EU-Umweltpolitik oder auf die EU-Wettbewerbspolitik zu. Mehrere Richtlinien haben beispielsweise die städtische Flächennutzung beeinflusst, insbesondere die Richtlinie über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme. Mit dem Europarechtsanpassungsgesetz Bau (EAG Bau) wurden die Umweltrechtsanforderungen der EU in nationales Bau- und Planungsrecht integriert, vor allem in das Baugesetzbuch.

Bei den Aktivitäten der europäischen Gremien, die mitgliedstaatliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Stadtentwicklung zu vertiefen, unterstützt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Europäische Stadtpolitik


EU-Strukturpolitik: die städtische Dimension