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Möglichkeiten und Grenzen des Ersatzneubaus

Forschungen, Heft 154, Hrsg.: BMVBS, Berlin 2012

Ersatzneubau findet in Deutschland bereits seit Jahren statt. Er hat eine hohe Relevanz, um der zunehmend ausdifferenzierten Wohnungsnachfrage gerecht zu werden. Allerdings wird der Umgang mit Ersatzneubau - auch in Bezug auf Fördermöglichkeiten - sehr kontrovers diskutiert. Wo steht die aktuelle Diskussion über den Ersatzneubau in Deutschland? Was sind die relevanten Einflussfaktoren und Motive bei der Entscheidung zwischen Ersatzneubau und energetischer Sanierung im Wohnungsbau? Wie manifestieren sich diese Faktoren im Investitionskalkül des Investors? Welche Auswirkungen, die sich nicht in der Investitionsrechnung niederschlagen (externe Effekte), sind festzustellen? Welchen Beitrag kann der Ersatzneubau - gerade auch im direkten Vergleich zu einer energetischen Modernisierung - zum Klimaschutz leisten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die vorliegende Publikation.

Die Entscheidung für einen Ersatzneubau oder für eine umfassende energetische Modernisierung hängt in der Praxis von vielen Einzelfaktoren ab. Um diese Entscheidung zu treffen, muss das konkrete Objekt unter den jeweiligen Rahmenbedingungen beleuchtet werden. Die Ergebnisse der im Rahmen dieses Forschungsprojekts durchgeführten Modellrechnungen geben wichtige orientierende Hinweise über die energetischen und ökobilanziellen Auswirkungen. Auch die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur energetischen Modernisierung im Vergleich zu einem alternativen Ersatzneubau wird in den Modellrechnungen untersucht. Im Zusammenspiel mit den Erfahrungen der Fallbeispiele und der Auswertung der einschlägigen Literatur lässt sich Folgendes ableiten: Der Ersatzneubau erhält eine zunehmende Bedeutung, meist als eine unter mehreren Teilstrategien. In sinnvoller Kombination mit Modernisierungsmaßnahmen des Bestands werden nachhaltige Lösungen zur Entwicklung der Wohnungsbestände ermöglicht. Die Notwendigkeit eines allgemeinen Förderangebotes, das sich explizit auf Ersatzneubau bezieht, kann aus den Ergebnissen nicht abgeleitet werden.

Bearbeitung:
RegioKontext GmbH, Berlin
Arnt von Bodelschwingh (Leitung)
Olaf Kessler, Götz von Rohr, Michael Jaunich, Joos van den Dool
Plan und Praxis GbR - Ingenieurbüro für Stadt- und Regionalplanung, Berlin
Holger Pietschmann, Jakob Köhler
Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft, Essen
Katja Bettina Schmidt

Wissenschaftliche Begleitung:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt-und Raumforschung (BBSR), Bonn (Auftraggeber)
Alexander Schürt (Leitung) alexander.schuert@bbr.bund.de,
Matthias Waltersbacher matthias.waltersbacher@bbr.bund.de

Druckversion vergriffen

ISBN 978-3-87994-486-6, urn:nbn:de:101:1-2012112116811

Inhalt

Kurzfassung / Summary

1 Forschungsprojekt zum Ersatzneubau
1.1 Problemaufriss und Ausrichtung des Forschungsprojekts
1.2 Methodische Vorbemerkungen und Vorgehen
1.3 Definitionen und Fachbegriffe

2 Der Ersatzneubau in der aktuellen Diskussion
2.1 Informationsquellen
2.2 Motive in der Abwägung des Ersatzneubaus
2.3 Relevanz unterschiedlicher Marktsituationen
2.4 Ersatzneubau in ausgewählten Nachbarländern

3 Energie- und Ökobilanzen - Modellrechnungen zum Ersatzneubau
3.1 Betrachtungsebenen und Methodik
3.2 Modell-Gebäudetypen und Vorarbeiten
3.3 Energiebilanz
3.4 Ressourceninanspruchnahme
3.5 Ökobilanz
3.6 Zwischenfazit Energiebilanzen und Ökobilanzen

4 Immobilienwirtschaftliche Betrachtung
4.1 Aufgabenstellung und Vorgehen
4.2 Ergebnisse zum Ersatzneubau
4.3 Ergebnisse zur energetischen Modernisierung
4.4 Zwischenfazit immobilienwirtschaftliche Modellbetrachtung

5 Externe Effekte des Ersatzneubaus
5.1 Relevante Zusammenhänge
5.2 Wohnraumversorgungseffekte
5.3 Effekte auf die Stadt- und Regionalentwicklung
5.4 Ersatzneubau in Bezug zur regionalen Strukturanpassung des Wohnungsbestandes
5.5 Öffentliche Förderung des Ersatzneubaus?

6 Fazit: Ergebnisse im Überblick und Perspektiven

Literaturverzeichnis


Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts "Möglichkeiten und Grenzen des Ersatzneubaus als Beitrag zu Energieeinsparung und Klimaschutz bei Wohngebäuden".
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