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Hinweise zur Integration der energetischen Beschaffenheit und Ausstattung von Wohnraum in Mietspiegeln

Hrsg.: BMVBS, Berlin 2013

Der Mietspiegel zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete von Wohnraum hat sich als sachgerechtes Instrument des Mietrechts bewährt. Die Erstellung eines Mietspiegels ist eine freiwillige Leistung, die von vielen Vertretern der Kommunen gemeinsam mit den örtlichen Interessensverbänden erbracht wird.

Die angemessene Berücksichtigung energetischer Aspekte in Mietspiegeln ist ein Anliegen, das in den letzten Jahren verstärkt von Kommunen, Mieterverbänden und Vertretern der Wohnungswirtschaft verfolgt wurde. Im Mietrechtsänderungsgesetz vom 11. März 2013 (BGBl. I, S  434) wurde mit einer Ergänzung in § 558 Abs. 2 BGB klargestellt, dass auch energetische Merkmale der Beschaffenheit und Ausstattung von Wohnungen bei der Ermittlung der Vergleichsmiete zu berücksichtigen sind.

Die Broschüre soll als Arbeitshilfe für die kommunale Erstellung so genannter energetischer Mietspiegel dienen. Methodische Hinweise und Beispiele wurden als Umsetzungshilfen zusammengetragen. Sie sollen die Umsetzung vor dem Hintergrund der jeweiligen kommunalen Mietspiegelpraxis in qualifizierten und einfachen Mietspiegeln einzelner Kommunen erleichtern.

Über diese Broschüre hinaus werden in dem zugrundeliegenden ExWoSt-Projekt "Umsetzung und Evaluierung von energetisch differenzierten Mietspiegeln in Modellkommunen" bis 2014 Erkenntnisse aus Erstellungsprozessen von Mietspiegeln in sechs Modellkommunen und einem Landkreis zusammengetragen.

Wissenschaftliche Begleitung:
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Berlin
Dr. Adolf Völker, Jens Schumacher

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn (Auftraggeber)
Wolfgang Neußer wolfgang.neusser@bbr.bund.de
Tobias Held

Bearbeitung:
Institut Wohnen und Umwelt GmbH, Darmstadt
F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH, Hamburg

Druckversion vergriffen

urn:nbn:de:101:1-201311154681

Inhalt

1 Weshalb sind energetische Merkmale ein wichtiger Aspekt in Mietspiegeln?
1.1 Welchen Mehrwert besitzen energieeffiziente Wohnungen für Mieter?
1.2 Welchen Nutzen haben Vermieter von energetisch differenzierten Mietspiegeln?

2 Welche Vorgehensweisen empfehlen sich bei der Integration energetischer Merkmale in Mietspiegeln?
2.1 Wie kann die energetische Beschaffenheit und Ausstattung bewertet werden?
2.2 Welche Vorgehensweise ist bei der Verwendung von Energiekennwerten zu empfehlen?
2.3 Welche Vorgehensweise ist bei Einzelmerkmalen zu empfehlen?

3 Wie kann der Einfluss auf die Vergleichsmiete untersucht werden?
3.1 Wie kann aus energetischen Einzelmerkmalen eine Bewertungsgröße gebildet werden?
3.2 Welche Möglichkeiten der Klassenbildung energetischer Mietpreisfaktoren gibt es?
3.3 Woran kann es liegen, wenn kein Einfluss der energetischen Beschaffenheit auf die Vergleichsmiete erkennbar ist?

4 Wie können die Ergebnisse im Mietspiegel ausgewiesen werden?
4.1 Welche Möglichkeiten eignen sich für Regressionsmietspiegel?
4.2 Wie sollte bei Tabellenmietspiegeln vorgegangen werden?
4.3 Wie kann die energetische Beschaffenheit in der Spanne ausgewiesen werden?
4.4 Welche Baualtersklassen bieten sich für Neubauten an?

Quellen und weiterführende Literatur
Bildnachweis
Impressum


Die Broschüre ist ein Ergebnis des ExWoSt-Forschungsprojekts "Umsetzung und Evaluierung von energetisch differenzierten Mietspiegeln in Modellkommunen".
>> weitere Informationen

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