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Freiräume für Kinder und Jugendliche. Gutachten im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes "Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 - 2010"

Werkstatt: Praxis Heft 70, Hrsg.: BMVBS, Berlin 2010

Mehr "Freiräume zum Ausleben" fordern Kinder und Jugendliche von ihrer Heimatgemeinde. So formulierten sie es auch 2006 im Kinder- und Jugendreport als Handlungsfeld für den Nationalen Aktionsplan "Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 - 2010". Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat sich diesem Auftrag angenommen. In einem Gutachten wurde die aktuelle Situation analysiert und gemeinsam mit Experten unterschiedlicher Fachrichtungen nach Möglichkeiten für Städte und Gemeinden gesucht, ihre Angebote sehr viel besser auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen auszurichten und diese an der Planung sinnvoll zu beteiligen. Dabei zeigt sich: Bei vorausschauender Planung können auch innerstädtisch zahlreiche Freiräume für Kinder und Jugendliche erschlossen werden. Die Freiräume sind nicht nur wesentlich für ein gesundes Aufwachsen, sie sind zugleich ein Zugewinn für die Lebensqualität aller Generationen.

Anhand einer Fallstudienanalyse haben die Gutachter Instrumente zusammengestellt, mit denen Städte und Gemeinden, kinder- und jugendgerechte Freiräume schaffen. Die Empfehlungen richten sich an Stadtplaner und Freiraumgestalter. Doch die Entwicklung kinder- und jugendgerechter Städte ist nicht allein eine Aufgabe der Stadt- und Freiraumplanung. Sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe und dazu sind auch Kooperationen mit vielen Akteuren in Jugend- und Sportämtern und mit der Verkehrsplanung erforderlich.

Wissenschaftliche Begleitung
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Bearbeitung:
Planungsbüro Stadt-Kinder, Dortmund
Peter Apel, Dagmar Brüggemann
Schelhorn Landschaftsarchitektur, Frankfurt am Main
Dirk Schelhorn
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Berlin
Anja Röding, Jacqueline Modes

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn
Stephan Willinger stephan.willinger@bbr.bund.de

Druckversion vergriffen

ISBN 978-3-87994-970-0, urn:nbn:de:101:1-201011032974

Inhalt

1 Einleitung
1.1 Kontext und Zielsetzung
1.2 Methodisches Vorgehen

2 Freiräume für Kinder und Jugendliche
2.1 Stadt braucht Kinder und Jugendliche - Kinder und Jugendliche brauchen Stadt
2.2 Die räumliche Planung als Stellschraube
2.3 Produkt - Prozess - Strategie

3 Was kann entstehen? Orte mit Handlungsmöglichkeiten
3.1 Das Quartier als Bezugsrahmen für die Lebenswelt von Kindern und Jugendliche
3.2 Von der Einzelfläche zum System
3.3 Der Gebrauchswert von Freiräumen
3.4 Spielen - Bewegen - Begegnen - Lernen - unterwegs sein: immer und überall
3.5 Ab in die Mitte - Spielen in der Stadt
3.6 Sich zurückziehen und gestalten
3.7 Sich begegnen
3.8 Lernen im Alltag
3.9 Sich bewegen
3.10 Kinder und Jugendliche unterwegs

4 Wer macht mit? Prozesse verbinden
4.1 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen als Planungsressource
4.2 Beteiligung: verbindlich - effizient - umsetzungsorientiert
4.3 Kinder und Jugendliche machen mit
4.4 Beteiligung spannend machen
4.5 Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung
4.6 Wir wirken zusammen: Kooperation und Querschnittsorientierung als Grundprinzip
4.7 Professionelles Marketing

5 Wie fangen wir an? Strategien entwickeln
5.1 Erste Schritte auf dem Weg zu kinder- und jugendgerechten Freiräumen
5.2 Normen und Gesetze beachten
5.3 Wie kann man Kinder und Jugendliche bei Planungen berücksichtigen?
5.4 Neue Planungsinstrumente
5.5 Nicht für die Ewigkeit bestimmt
5.6 Ökologische Ausgleichsflächen
5.7 Intelligente Finanzierung
5.8 Die Rolle der Länder und des Bundes

6 Kinder- und Jugendgerechtigkeit - ein starkes Thema für die Freiraumplanung

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