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Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen

Hrsg.:

BMVIBMVI-Online-Publikation04/2016Berlin, Oktober 2016

Um die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen in ländlichen und nachfrageschwachen Regionen unabhängig vom Einkommen und Alter auch in Zukunft zu gewährleisten, müssen innovative und integrierte Mobilitätskonzepte unter Einbezug aller Verkehrsträger entwickelt und umgesetzt werden. Beispielhaft wurden daher für drei Modellregionen des Aktionsprogramms "regionale Daseinsvorsorge" bestehende Angebote mit innovativen Ansätzen hin zu langfristig tragfähigen, integrierten Mobilitätskonzepten unter Einbeziehung der relevanten lokalen Akteure entwickelt.

Unabdingbar für die Passfähigkeit von neuen bzw. innovativen Konzepten war es, einen kleinteiligen Ansatz in Bezug auf die Ermittlung der Verkehrsnachfrage, der Mobilitätsangebote sowie der Standorte der Daseinsvorsorge zu verfolgen. Zentral ist zudem die Einbindung der lokalen Akteure in den gesamten Prozess der Konzepterstellung. Es fand daher eine effiziente Wissenstransformation von der Wissenschaft in die Praxis und umgekehrt statt, sodass durch die regionale Zusammenarbeit und dem intraregionalen Wissensaustausch ein spezifisches Know-how erarbeitet werden konnte.

Die erstellten integrierten Mobilitätskonzepte sind aus aufeinander abgestimmten, einzelnen Angebotsmaßnahmen zusammengesetzt. Basierend auf einer "Best-Practice"-Recherche und einer Ideen- bzw. Instrumentensammlung zu innovativen Mobilitätsangeboten wurde ein Baukastensystem mit den einzelnen Angebotsmaßnahmen erstellt. Aus diesem Baukasten kann sich auch in Zukunft bedient werden, um integrierte Mobilitätskonzepte in anderen Regionen zu erstellen. Die Lösungsansätze und erarbeiteten Mobilitätskonzepte bzw. das methodische Vorgehen und die durchgeführten Prozesse können somit auf andere Regionen übertragen werden.


Herausgeber
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Berlin
Referat G 30

Auftragnehmer
ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH, Dortmund
Patrick Hoenninger, Dr. Dirk Wittowsky

Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH, Berlin
Frank Hunsicker, Dr. Melanie Herget, Frank Schwartzbach

Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) e.V., Greifswald
Hannes Doderer, Simon Schaefer-Stradowsky

Wissenschaftliche Begleitung
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
Gudrun Schwarz

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Thomas Wehmeier

  • ISSN2364-6020
  • urn:nbn:de:101:1-201611242894


Inhalt

  1. Kurzfassung
  2. Einleitung
  3. Regionale Konzepte
    3.1 Methodik

    3.2 Module eines integrierten Mobilitätskonzeptes
    3.3 Verkehrliche und mobilitätsbezogene Maßnahmen im Überblick
    3.4 Handlungsansätze zur weiteren Gestaltung öffentlicher Mobilitätsangebote

  4. Rechtliche Grundlagen und Bewertung
    4.1 Darstellung des Rechtsrahmens des ÖPNV
    4.2 Überblick über das Personenbeförderungsrecht
    4.3 ÖPNV-Organisationsformen
    4.4 Bedeutung der Nahverkehrs- und Landesverkehrspläne im Rahmen flexibler Bedienformen (Planungsebene)
    4.5 Genehmigungsmöglichkeiten flexibler Bedienformen im ÖPNV
    4.6 Finanzierungsmöglichkeiten des ÖPNV bzw. flexibler Bedienformen
    4.7 Mobilitätsangebote, die keinen ÖPNV darstellen
    4.8 Lösungsansätze für die Integration flexibler Bedienformen in den ÖPNV
    4.9 Spezifische Fragestellungen aus der Feinkonzepterstellung
  5. Handlungsempfehlungen
    5.1 Empfehlungen
    5.2 Übertragbarkeit der Ansätze auf andere Regionen
  6. Fazit
  7. Quellen


Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis des Forschungsprogramms Stadtverkehr (FoPS).

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