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Wohnen im Alter

IzR 2.2013

Deutschland wird weniger, älter und bunter: Schrumpfung und Alterung sind zentrale Begriffe der Zukunft. Mit einem längeren Leben werden sich die Biografien und die Lebensstile der Menschen ändern. Der letzte Lebensabschnitt wird länger und die Menschen nutzen die gewonnenen Jahre sehr vielfältig. Alt ist nicht gleich alt. Alter ist nicht mit Gebrechlichkeit oder Pflegebedürftigkeit gleichzusetzen. Die meisten Menschen erreichen heute das "Alter" bei guter Gesundheit. Jeder möchte sein Leben unabhängig vom biologischen Alter aktiv und selbstbestimmt gestalten. Die Alterung der Gesellschaft erfordert und bietet gleichermaßen Potenziale für bürgerschaftliches Engagement und gegenseitige Hilfe.

Die Vielfalt des Themas "Wohnen im Alter" drückt sich in dem vorliegenden IzR-Heft aus, in dem das Thema aus verschiedenen Blickrichtungen wissenschaftlich beleuchtet wird. Wie wohnen ältere Menschen, welche Wohnformen werden zukünftig an Bedeutung gewinnen, was benötigen ältere Menschen für ein selbstbestimmtes Leben? Neben baulichen Anforderungen zur Herstellung von Barrierefreiheit und Altersgerechtigkeit vor allem im Wohnungsbestand wird auch die Sensibilisierung von Fachleuten und Bürgern in den Blick genommen. Hierzu zählen neben einer Bestandsaufnahme auch die Perspektiven für das Wohnen älterer Menschen bis hin zur Versorgung von Pflegebedürftigen. Dabei wird zum einen der Bedarf der älteren Haushalte auf der Nachfrager- und Anbieterseite vorgestellt. Zum anderen werden Aufgaben und Strategien von Kommunen betrachtet und lokale Handlungsansätze aufgezeigt.


Wissenschaftliche Redaktion: Verena Lihs verena.lihs@bbr.bund.de