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Innovationen in der räumlichen Planung

IzR 3.2015

Eine Innovation, ein neues Produkt, eine veritable Erfindung kommt nicht "einfach so" in die Welt. Das Hoffen auf "König Zufall" wird nicht reichen, wenn man anspruchsvolle Erwartungen auf etwas Neues, zumindest substantiell Verändertes hegt. Erneuerung ist ohne einen Abschied von Bestehendem nicht zu haben. Innovation bedeutet dabei immer Zweierlei: Zum einen das Erfinden. Zum anderen die Umsetzung und Implementierung der neuen Idee. Denn nur eine Erfindung, die sich in der Gesellschaft auch durchsetzt, wird letztlich als Innovation anerkannt.

Lange ist man davon ausgegangen, dass die Theorie stets vor der Praxis kommt. Erforschen, durchstrukturieren, notieren – dann umsetzen. Heute setzt sich die Auffassung durch, dass sich neues Wissen und neue Organisationsstrukturen oft wechselwirksam begünstigen, dass Theorie und Praxis im Tandem wirken. Das ist auch der Ansatz, der in diesem Themenheft der IzR verfolgt wird.

In diesem Heft geht es um die erfolgreich gemeisterte Neuerung. Anhand der vier Themenfelder

  1. Regionalentwicklung – Reflexive Regionalpolitik
  2. Städtebau – Konzeption neuer Stadtteile
  3. Stadtumbau – Raumpioniere und Zwischennutzungen
  4. Quartiersentwicklung – Quartiersmanagement und integrierte Ansätze

sind hier die Entstehung, Durchsetzung und Ausbreitung von Innovationen in der räumlichen Planung nachzuvollziehen.

Wenn man mit Hilfe der Untersuchungen, Fallstudien und Expertisen präziser angeben kann, welche begünstigende oder behindernde Faktoren sozialer Innovationen in der Raumplanung sind, dann kann Politik und Planung diese vielleicht in Zukunft auch besser und zielgenauer fördern.


Wissenschaftliche Redaktion:
Uwe-Jens Walther uwe-jens.walther@tu-berlin.de,
Robert Kaltenbrunner robert.kaltenbrunner@bbr.bund.de