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Modellvorhaben zum altersgerechten Umbau von Wohngebäuden, Wohnquartieren sowie der kommunalen und sozialen Infrastruktur

Modellvorhaben

Im Rahmen der Modellvorhaben werden ausschließlich nicht-investive Maßnahmen gefördert. Dazu gehören beispielsweise:

  • die konzeptionelle Vorbereitung und Begleitung von baulichen Anpassungsmaßnahmen unter Nutzung der KfW-Programme "Altersgerecht Umbauen" und zur Anpassung von Infrastruktur,
  • Beratungen zum altersgerechten Umbau und insbesondere zu den KfW-Programmen,
  • der Aufbau von Netzwerken und Kooperationen mit dem Ziel, den altersgerechten Umbau zu forcieren,
  • die Aktivierung und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zur Ermittlung des Anpassungsbedarfes,
  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • die Auswertung der Modellvorhaben im Hinblick auf ihre Wirkungen.

Auswahlverfahren zu den Modellvorhaben abgeschlossen

Auf den Projektaufruf im zweiten Halbjahr 2009 waren mehr als 100 Bewerbungen eingegangen. Nach einer ersten, eng mit BMVBS und BBSR abgestimmten Vorauswahl wurden 33 der künftigen Projekte bereist, um sich vor Ort ein genaueres Bild zu machen. Auf der Basis dieser Ergebnisse wurden 20 Modellvorhaben endgültig ausgewählt, davon 14 im Forschungsschwerpunkt "Wohngebäude" und 6 im Forschungsschwerpunkt "Infrastruktur". Zwei Projekte im Bereich Infrastruktur haben sich aus unterschiedlichen Gründen aus der Förderung als Modellvorhaben zurückgezogen. Insgesamt werden zur Zeit 18 Modellvorhaben zum altersgerechten Umbau begleitet.

Die ausgewählten Modellvorhaben bilden eine breite Vielfalt inhaltlicher und struktureller Kriterien ab:

  • Handlungsfelder: Die Projekte zum altersgerechten Umbau von Wohngebäuden konzentrieren sich auf Wohnungsbestände in unterschiedlichen Segmenten und Lagen, also Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser in Innenstadtlagen sowie Siedlungsbestände, womit auch vielfältige Zielgruppen erreicht werden können. Im Bereich Infrastruktur finden sich viele Projekte, die nicht mehr genutzte Infrastruktur wie z.B. Schulen zu altersgerechten Wohnungen mit öffentlich zugänglichen Gemeinschaftsräumen und Treffpunkten umbauen. Vielfach müssen Nutzungskonzepte für unterschiedliche Funktionen entwickelt werden.
  • Handlungsschwerpunkte: Im Mittelpunkt der Projekte stehen sowohl die auf bauliche Umsetzung gerichtete Konzeptentwicklung und die Begleitung baulicher Umbaumaßnahmen als auch die Beratung von Eigentümern und Multiplikatoren sowie der Aufbau vielfältiger Kooperationsbeziehungen.
  • Akteursvielfalt: Institutionelle Wohnungsunternehmen - sowohl kommunale Gesellschaften als auch Genossenschaften -, Kommunen und Wohlfahrtsverbände sind ebenso vertreten wie private Vermieter, selbstnutzende Haus- oder Wohnungseigentümer und ihre Interessenvertreter, aber auch Finanzinstitute.
  • Übertragbarkeit: In den Modellvorhaben werden beispielhafte Ansätze und Lösungen (bauliche Lösungen, Organisation und Struktur von Beratungsangeboten, aber auch die gesamte Prozessorganisation sowie die Öffentlichkeitsarbeit) vorbereitet und umgesetzt, die im Idealfall übertragbar sind.
  • KfW-Bezug: Die Inanspruchnahme der KfW-Programme war ein wichtiges Auswahlkriterium, um Aussagen zur Umsetzung, zu Chancen und auch Hemmnissen der Programme machen zu können.
  • Räumlicher Bezug der Modellvorhaben: Einbezogen werden Projekte mit unterschiedlichem räumlichen Bezugsrahmen (Quartier bzw. Stadtteil, Gesamtstadt oder Region).
  • Stadtgröße und Siedlungsstrukturtyp: Die Modellvorhaben sind in Städten unterschiedlicher Größenklassen sowie in Räumen mit eher verstädtertem oder eher ländlichem Charakter angesiedelt.
  • Verteilung auf Bundesländer: Die Modellvorhaben sind breit über das Bundesgebiet verteilt.
  • Wohnungsmarktsituation: Es sind Modellvorhaben sowohl auf entspannten (Wohnungs-)Märkten mit eher niedrigem Mietpreisniveau als auch in angespannten Märkten vertreten.
  • Erkenntnisgewinn: Die Modellvorhaben können in jeweils unterschiedlicher Weise zur Beantwortung der Forschungsfragen beitragen.
  • Projektreife: Berücksichtigt wurde, dass die Projekte in sich schlüssig und stringent sind, einen klar definierten Zeit- und Maßnahmenplan enthalten und die Umsetzung der Modellvorhaben innerhalb des Projektzeitraums mit großer Wahrscheinlichkeit gesichert ist.

Es werden folgende Modellvorhaben gefördert (siehe auch Karte unten):

Modellvorhaben "Altersgerecht umbauen - Wohngebäude"

  • Bensheim (Hessen):
    "Die Chance ergreifen - Wohnen altersgerecht gestalten"
    >> Steckbrief
  • Berlin (Berlin):
    "Seniorenwohnhäuser - Altersgerechte Anpassung und Vernetzung im Quartier"
    >> Steckbrief
  • Handwerkskammerbezirk Chemnitz (Sachsen):
    "Entwicklung und Erprobung von Qualifizierungsbausteinen zum altersgerechten Umbau und Bildung eines Kompetenznetzwerkes des Handwerkes in der Region"
    >> Steckbrief
  • Cuxhaven (Niedersachsen):
    "CuxVita - Häuser fürs ganze Leben"
    >> Steckbrief
  • Hamm (Nordrhein-Westfalen):
    "Aufbau eines Bildungs- und Beratungssystems zum altersgerechten Umbau und zur zielgerichteten Ansprache und Motivation von Hausbesitzern unter Einbeziehung von Planern, Handwerkern, Wohnungsförderungsamt und Finanzinstituten in Hamm"
    >> Steckbrief
  • Kiel (Schleswig-Holstein):
    "Quartiersentwicklungskonzept Kiel - Altersgerechte Anpassung der Stadtteile Ellerbek und Wellingdorf"
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  • Köln (Nordrhein-Westfalen):
    "Köln for all"
    >> Steckbrief
  • München (Bayern):
    "Münchner Eigenheimer-Siedlungen altersgerecht an veränderte Bedürfnisse der Menschen anpassen"
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  • Neuruppin (Brandenburg):
    "Wohnen in der historischen Innenstadt der Fontanestadt Neuruppin - generationengerecht, barrierefrei, mitten im Leben"
    >> Steckbrief
  • Landkreis Osnabrück (Niedersachsen):
    "Altersgerecht umbauen im Landkreis Osnabrück"
    >> Steckbrief
  • Speyer (Rheinland-Pfalz):
    "Im Speyerer Westen älter werden. Ein Bündnis und Maßnahmenpaket für altersgerechtes Wohnen"
    >> Steckbrief
  • Landkreis Tübingen (Baden-Württemberg):
    "Klimaschutz und altersgerechter Umbau - gesund zu Hause alt werden"
    >> Steckbrief
  • Wuppertal (Nordrhein-Westfalen):
    "Der Ölberg: Pilotquartier für den altersgerechten Umbau in Wuppertal"
    >> Steckbrief
  • Zeitz (Sachsen-Anhalt):
    "Wohnen für Generationen - in Selbsthilfe und Selbstverwaltung"
    >> Steckbrief

Modellvorhaben "Altersgerecht umbauen - Infrastruktur"

  • Altena (Nordrhein-Westfalen):
    "Soziales Miteinander der Generationen: eine Nachbarschaft wird aktiv"
    >> Steckbrief
  • Bremen (Bremen):
    "Dorf Arbergen für selbstbestimmtes Wohnen"
    >> Steckbrief
  • Bützow (Mecklenburg-Vorpommern):
    "Wohnen im Klassenzimmer – Umnutzung und energetische Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule zum altersgerechten Wohnzentrum in Bützow"
    >> Steckbrief
  • Teuschnitz (Bayern):
    "Lebensraum Teuschnitz - ein städtebauliches und generationenübergreifendes Gesamtkonzept"
    >> Steckbrief

Die Modellvorhaben Hof und Hohenfelde werden nicht mehr gefördert:

  • Stadt und Landkreis Hof (Bayern):
    "Wir schaffen Lebensmittelpunkte - Ein Beratungs- und Moderationsangebot zur altersgerechten Wohnumfeldverbesserung"
    >> Steckbrief
  • Hohenfelde (Schleswig-Holstein):
    "Haus der Generationen Hohenfelde"
    >> Steckbrief

Deutschlandkarte mit einer Übersicht über die Lage der Modellvorhaben

Zusatzinformationen

Kontakt

Verena Lihs
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft
Tel.: +49 228 99401-2213