Logo: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung



Bestandssituation und Bewirtschaftungsstrategien privater Eigentümer in den neuen Ländern und ihre Einbeziehung in den Stadtumbau Ost

Forschungen, Heft 131, Hrsg.: BMVBS/BBR, Bonn 2007

Eine zentrale Akteursgruppe bei der Aufwertung der innerstädtischen Altbauquartiere und damit für den Stadtumbau Ost sind die privaten Einzeleigentümer. Sie verfügen zusammen über 40% aller Mietwohnungen in den neuen Ländern. Die Häuser der privaten Eigentümer - zum größten Teil Altbauten verschiedener Bauepochen - sind vielerorts prägend für die Stadtstruktur und das Stadtbild in den neuen Ländern. Dennoch war der Wissensstand zu den privaten Einzeleigentümern bislang unzureichend, es gab kaum belastbare Informationen. Die Studie bietet erstmals einen systematischen Überblick über die Zusammensetzung und die wirtschaftliche Situation privater Einzeleigentümer in den neuen Ländern sowie zu ihren Beständen. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Darstellung von Strategien und modellhaften Lösungen von Kommunen zur weiteren Aufwertung der privaten Altbaubestände.

Beim überwiegenden Teil der Häuser privater Eigentümer wurden seit 1990 Baumaßnahmen durchgeführt und damit ein enormer Modernisierungsschub erreicht. Die Befragung der Einzeleigentümer zeigt aber auch, dass nach wie vor ein größerer Teil der Häuser Defizite, bauliche Schäden, unbewohnbare Wohnungen und einen hohen längerfristigen Leerstand aufweist.

Zwar ist der Leerstand nach den Angaben der Eigentümer in den letzten zwei Jahren insgesamt nicht mehr gestiegen, sondern etwa konstant geblieben. Aufgrund seines nach wie vor hohen Niveaus ist der Leerstand in Verbindung mit relativ niedrigen Mieten dafür verantwortlich, dass etwa die Hälfte der Häuser eine finanzielle Unterdeckung aufweist. Derzeit findet man daher sowohl Eigentümer, die keinen aktuellen Bedarf an Investitionen sehen, als auch solche die investieren müssten aber nur zu einem Teil hierzu in der Lage sind.

Bei den kommunalen Ansätzen zur Aktivierung privater Eigentümer finden sich bereits eine Reihe von interessanten Strategien und Maßnahmen. Für die weitere Aufwertung der Altbauquartiere ist wichtig, dass solche Ansätze nicht nur als einmalige Initiative, sondern im Sinne einer kontinuierlichen Ansprache und Begleitung der privaten Einzeleigentümer angelegt werden.

Bearbeitung:
IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH, Berlin
Jürgen Veser (Leitung), Thomas Thrun, Wolfgang Jaedicke
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V. (IRS), Erkner
Dr. Heike Liebmann (Leitung), Christoph Haller

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Mathias Metzmacher (Leitung) mathias.metzmacher@bbr.bund.de

Druckversion vergriffen

ISBN 978-3-87994-463-7, urn:nbn:de:0093-FO13107RG20
Download (pdf/1393-KB)

Inhalt

Kurzfassung / Summary

1 Einführung

2 Basisinformationen zu Beständen privater Kleineigentümer, Altbaubeständen und Wohnungsabgängen in den neuen Ländern
2.1 Mengen- und Strukturdaten zu Altbaubeständen und Privateigentümern
2.2 Mengen- und Strukturdaten zu Altbaubeständen und Privateigentümern in Stadtumbaukommunen
2.3 Umfang und Struktur der Abgänge von Wohnungen in den neuen Ländern
2.4 Zusammenfassung

3 Private Kleineigentümer und ihre Häuser in Stadtumbaustädten (Kleineigentümerbefragung)
3.1 Art der befragten Kleineigentümer und ihrer Bestände
3.2 Miete und wirtschaftliche Situation
3.3 Durchgeführte und geplante Investitionen
3.4 Kenntnis und Bedeutung des Stadtumbaus für die Kleineigentümer
3.5 Abriss- und Verkaufspläne der Eigentümer
3.6 Zukunftserwartungen der Eigentümer
3.7 Zusammenfassung zur Kleineigentümerbefragung

4 Altbaubestände und Privateigentümer in Stadtumbaukommunen - Ergebnisse der Kommunalbefragung und der Fallstudien
4.1 Ergebnisse der Kommunalbefragung
4.2 Fallstudie Leipzig
4.3 Fallstudie Halle/Saale
4.4 Fallstudie Magdeburg
4.5 Fallstudie Stralsund
4.6 Fallstudie Görlitz
4.7 Fallstudie Güstrow
4.8 Fallstudie Crimmitschau
4.9 Fallstudie Wittenberge
4.10 Fallstudie Bad Langensalza
4.11 Fallstudie Wurzen
4.12 Zusammenfassung der Ergebnisse der Fallstudien

5 Ansätze der Kommunen zur Einbeziehung privater Kleineigentümer in den Stadtumbau
5.1 Ergebnisse der Kommunalbefragung
5.2 Beispielhafte Ansätze zur Einbeziehung privater Eigentümer

6 Perspektiven der Einbeziehung privater Kleineigentümer
6.1 Überlegungen zu den Konsequenzen einer weiterhin geringen Einbeziehung von Kleineigentümern
6.2 Möglichkeiten und Zielgruppen für eine verstärkte Einbeziehung privater Kleineigentümer
6.3 Voraussetzungen und Empfehlungen für eine verstärkte Einbeziehung privater Kleineigentümer

Literatur
Abkürzungen


Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis des Ressortforschungsprojekts "Bestandssituation und Bewirtschaftungsstrategien privater Eigentümer in den neuen Ländern und ihre Einbeziehung in den Stadtumbau Ost".
>> weitere Informationen



Diese Seite:

© Copyright by BBR. Alle Rechte vorbehalten.