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Urbane Strategien zum Klimawandel: Kommunale Strategien und Potenziale

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Strategien zur Minderung des und zur Anpassung an den Klimawandel sind für die Zukunftssicherung unserer Städte und Gemeinden von grundlegender Bedeutung. Die Anpassung an den Klimawandel erfordert integrierte Strategien in Kooperation unterschiedlicher Akteure und auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen. In bundesweit neun Modellprojekten wird untersucht, was vor Ort tatsächlich erforderlich ist, um auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein.

Anlass

Stadträume sind aufgrund der Dichte ihrer Bebauung und der Intensität der wirtschaftlichen Tätigkeit besonders sensibel gegenüber Klimaänderungen. Das betrifft vor allem das häufigere und stärkere Auftreten von Starkregen und Hochwasser. Hochsommerliche Hitzeperioden führen dazu, dass sich Städte aufgrund der Versiegelung und der eigenen Wärmeproduktion stärker aufheizen als das Umland. Trockenperioden können zu Wassermangel und Bränden führen. Viele Kommunen haben daher erkannt, dass Klimaschutz alleine nicht ausreicht und urbane Handlungskonzepte zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Klimafolgen integriert entwickelt werden müssen.

Wie die Kommunen mit den Auswirkungen von Klimaänderungen erfolgreich umgehen können, ist allerdings noch nicht ausreichend erforscht. Dabei stehen insbesondere die lokalen Akteure (Kommunalpolitik, Verwaltung, Unternehmen, Bürger etc.) und Instrumente (Bauleitplanung, formelle und informelle Instrumente der Stadtentwicklung) im Fokus. Eine besondere Herausforderung ergibt sich durch die Unsicherheiten der Klimaprojektionen.

Vorbereitet wurde das Modellvorhaben durch die Vorstudie "Klimawandelgerechte Stadtentwicklung – Ursachen und Folgen des Klimawandels durch urbane Konzepte begegnen". Von 2009 bis 2010 wurden die Handlungsfelder und Anpassungsstrategien der Stadtentwicklung im Klimawandel untersucht und in fünf Expertisen (BBSR-Online-Publikationen 22/09 bis 26/09) veröffentlicht.

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Im Rahmen eines Projektaufrufs im September 2009 wurden bundesweit neun Modellprojekte ausgewählt. Ausgerichtet auf die örtlichen Potenziale des Modellraums sollen bis Frühjahr 2012 ganzheitliche Strategien und Konzepte erarbeitet werden, möglichst mit innovativen Ansätzen und unter der Einbindung engagierter Akteursnetzwerke.

Ziele

Die Ziele der Modellprojekte sind

  • die modellhafte Erprobung integrierter Handlungskonzepte speziell zum klimawandelgerechten Stadtumbau im Sinne der Bestandserneuerung (Leitbild der kompakten Stadt),
  • realistische und innovative Strategien zum Umgang mit Unsicherheiten beim Akteurshandeln,
  • die Weiterentwicklung des Stadtklimalotsen zur kommunalen Klimaanpassung Stadtklimalotse,
  • die praxisbezogene Prüfung bestehender und neuer (städtebaurechtlicher) Instrumente,
  • die effiziente Nutzung von Kosten zur Anpassung und der Beitrag der Maßnahmen zur Beschäftigung und Stabilität auf städtischer/stadtregionaler Ebene,
  • die Motivierung zivilgesellschaftlicher Partner (Stakeholder),
  • die Förderung kommunaler Handlungsfähigkeit (Governance) und der Aufbau dauerhaft tragfähiger Akteursnetzwerke,
  • die Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen und akteursgruppenspezifischer Öffentlichkeitsarbeit.

Dabei kommt es darauf an, die gemeinsamen Ziele bei klimarelevanten Maßnahmen mit anderen drängenden Aufgaben der Stadtentwicklung, z.B. der Bewältigung des demographischen und strukturellen Wandels zu verknüpfen.

Projektstart: Dezember 2009

Zusatzinformationen

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Kontakt

Forschungsschwerpunkt I:

Dr. Fabian Dosch
Referat I 5 - Verkehr und Umwelt

Tel.: +49(0)22899.401-2307
Fax: +49(0)22899.401-2260
fabian.dosch@bbr.bund.de

Zum Projekt

Forschungsschwerpunkt I (StadtKlima)

Forschungsschwerpunkt II (ImmoKlima)



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