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Integrierte Stadtquartiersentwicklung am Wasser

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Im Rahmen der Studie werden bundesweit städtebauliche Projekte recherchiert und analysiert, die beispielhaft Hemmnisse und Erfolgsfaktoren einer integrierten städtebaulichen Entwicklung von Stadtquartieren am Wasser aufzeigen. Anhand von 30 ausgewählten Fallstudien werden Handlungsempfehlungen für die Quartiersentwicklung mit unterschiedlichen Wasserlagen - am Meer, am Fluss, am Kanal, an Seen, an natürlichen oder künstlichen Gewässern - abgeleitet.

Anlass und Ausgangslage

Der strukturelle Wandel in Industrie und Wirtschaft führt zu Transformationen im städtischen Gefüge. Nutzungen werden verlagert, Flächen aufgegeben und mit neuen Nutzungen und Funktionen wiederbelebt. Dies gilt auch und insbesondere für Wasserlagen, denn sie haben eine besondere Erlebnis- und Freiraumqualität.

Angesichts der wachsenden Bedeutung von Wasser werden die Zusammenhänge zwischen dem Bauen am Wasser und räumlichen Entwicklungen zunehmend intensiv thematisiert. Allerdings ist die Planung oft selektiv auf einzelne Aspekte ausgerichtet, wie etwa stadttechnische, verkehrswirtschaftliche oder die Architektur von Hochbauobjekten am Wasser. Im Fokus der Studie stehen daher integrierte Ansätze zur Quartiersentwicklung und eine fachlich übergreifende Sicht auf die Bedeutung von Wasser auf der Ebene des Stadtquartiers.

Weitere Themen sind die Nutzungskonflikte zwischen Wohnnutzung, Erholung, verkehrlichen und produzierenden Nutzungen. Nicht zuletzt geht es auch darum, Beiträge der Stadtquartiersentwicklung am Wasser zu einem ökologisch orientierten Stadtumbau zu liefern. Außerdem sollen Lösungsstrategien zu Zielkonflikten mit übergeordneten Anforderungen des Hochwasser- und Naturschutzes (Biotopverbund, Klimaanpassung) ausgewertet werden.

Zielsetzung

In der Forschungsstudie geht es darum, anhand von ausgewählten Fallstudien und der Diskussion zentraler Themenfelder in Expertenforen eine bessere Kenntnis von den Entwicklungen an städtischen Gewässern zu gewinnen und diese für den Informationstransfer nutzbar zu machen.

Die Praxisbeispiele sollen in ihrer Gesamtheit möglichst das gesamte Spektrum von Entwicklungen am Wasser erfassen. Das bedeutet die Einbeziehung aller Wasserlagen und unterschiedlicher Entwicklungszwecke; vom Wohnen über Produktion und Logistik bis hin zu Erholung oder Renaturierung. Im Kontext der Quartiersentwicklung am Wasser sollen auch innovative Lösungsansätze und Entwicklungsmodelle zum Themenbereich der klima- und gewässerangepassten Stadtentwicklung untersucht werden (Hochwasserschutz, Grün- und Freiflächenergänzung, Flächenrecycling, Berücksichtigung der EU-Wasserrahmenrichtlinie).

Folgende Ziele werden im Einzelnen angestrebt:

  • Ermittlung des quantitativen Stellenwertes und der Hauptrichtungen von Stadtentwicklung am Wasser im Bundesgebiet
  • Verbesserung der Informationsbasis für erfolgsbestimmende und -hemmende Faktoren durch eine detaillierte Projektrecherche als Grundlage für den Informationstransfer (Projektsteckbriefe)
  • Ableitung von Beiträgen zur programmatischen Orientierung für die städtebauliche Qualifizierung von Stadtquartieren am Wasser
  • Identifizierung von Potenzialen integrierter Entwicklungsansätze in Stadtquartieren am Wasser für eine nachhaltige Stadtentwicklung
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die integrierte Stadtquartiersentwicklung am Wasser
  • Hinweise für die stadtentwicklungspolitischen Zuständigkeiten des Bundes

Zusatzinformationen

Kontakt

Bernd Breuer
Referat I 2 - Stadtentwicklung

Tel: +49 228 99401-2268
bernd.breuer@bbr.bund.de

Evi Goderbauer
Referat I 2 - Stadtentwicklung

Tel: +49 228 99401-2319
evi.goderbauer@bbr.bund.de

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