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Städtebauförderung unterstützt Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland

10.01.2012

  • Ostdeutschland profitiert besonders stark von der Städtebauförderung
  • Förderschwerpunkt Ländliche Räume und strukturschwache Regionen

Die Städtebauförderung von Bund und Ländern soll zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftskraft in Deutschland beitragen. Dies geht aus Artikel 104 b des Grundgesetzes hervor, auf den sich die Finanzhilfen des Bundes an die Länder gründen. Anders formuliert bedeutet das: Die Städtebauförderung soll dazu beitragen, gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland zu sichern. Daher haben sich Bund und Länder in der Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung darauf verständigt, die Mittel auf städtische und ländliche Räume zu konzentrieren, die in strukturellen Schwierigkeiten stecken.

So wurde nach der Deutschen Einheit den neuen Bundesländern in der Finanzverteilung ein höherer Betrag zugewiesen, als ihnen vom Bevölkerungsanteil her zustand. Die Kartendarstellung macht deutlich, dass Ostdeutschland in den letzten 20 Jahren stark von den Fördermitteln zur Städtebauförderung profitiert hat. Die Karte zeigt auch die Verteilung des Fördervolumens differenziert nach Stadtregion und Gebieten außerhalb der Stadtregion. So können wir zwischen städtischen und ländlichen Räumen unterscheiden.

Deutschlandkarte: regionale Verteilung der Finanzhilfen des Bundes zur StädtebauförderungKarte: Finanzhilfen des Bundes 1991 bis 2010 je Stadt und Gemeinde in den laufenden Programmen der Städtebauförderung (zum Vergrößern auf die Karte klicken)

Städtebauförderung findet nicht nur in den Stadtregionen statt, sondern auch in ländlichen Räumen, so wie in der Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung zwischen Bund und Ländern vereinbart. Rund 39% der Fördermittel sind in den letzten 20 Jahren in ländliche Räume geflossen. Im Verhältnis zum Bevölkerungsanteil von 27% profitieren diese Räume also besonders von der Förderung. Die Stadtregionen haben zwar einen höheren Anteil an den Finanzhilfen (61%), schneiden aber bezüglich ihres Bevölkerungsanteils (73%) deutlich schlechter ab.

Die Städtebauförderung bezieht alle Gemeindegrößenklassen mit ein. Auch in diesem Vergleich erreichen die Großstädte zwar den höchsten Anteil an Städtebauförderungsmitteln (29%); sie erhalten aber weniger Fördermittel, als es ihrem Bevölkerungsanteil (31%) entspricht. Gewinner sind die Mittelstädte außerhalb der Stadtregionen mit einem Fördermittelanteil von 20% und einem Bevölkerungsanteil von 9 %. Auch die Kleinstädte außerhalb der Stadtregionen, sprich im ländlichen Raum, profitieren besonders stark von den Finanzhilfen. Das gilt auch für strukturschwache Städte und Gemeinden.

Verteilung der Städtebauförderungsmittel auf Stadt- und Gemeindetypen

Balkendiagramm: Anteil der Bundesfinanzhilfen zur Städtebauförderung im Vergleich zum Bevölkerungsanteil in den Stadt- und Gemeindetypen Abbildung 1: Anteil der Bundesfinanzhilfen zur Städtebauförderung 1991 bis 2010 im Vergleich zum Bevölkerungsanteil in den Stadt- und Gemeindetypen (zum Vergrößern auf die Abbildung klicken)

Verteilung der Städtebauförderungsmittel auf strukturstarke und strukturschwache Kommunen

Balkendiagramm: Anteil der Bundesfinanzhilfen zur Städtebauförderung im Vergleich zum Bevölkerungsanteil in strukturstarken und strukturschwachen KommunenAbbildung 2: Anteil der Bundesfinanzhilfen zur Städtebauförderung 1991 bis 2010 im Vergleich zum Bevölkerungsanteil in strukturstarken und strukturschwachen Kommunen (zum Vergrößern auf die Abbildung klicken)



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Kontakt

Thorsten Wagener
Referat I 4 - Regionale Strukturpolitik und Städtebauförderung

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