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Stärkung der Stadt- und Metropolenregionen durch bessere Erreichbarkeiten zwischen Deutschland und Polen

Ergebnisse

Das MORO-Projekt "Stärkung der Stadt- und Metropolregionen durch bessere Erreichbarkeiten zwischen Deutschland und Polen" bot ein intensiv genutztes Forum für den deutsch-polnischen Meinungsaustausch über die weitere Entwicklung des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs zwischen beiden Staaten. Die kommunikativen Ziele des Projekts wurden umfassend erreicht. Die Diskussionen in den Regionalkonferenzen und Fachgesprächen verliefen sehr offen und zielorientiert. Die regional und fachlich gemischte Zusammensetzung der Foren förderte diesen Austausch.

Deutlich wurde allerdings auch ein breites Spektrum an Interessen. Insbesondere kam es in der Diskussion immer wieder zu einem Spagat zwischen kurz- und langfristigen Lösungsansätzen. Das Projekt orientierte sich schwerpunktmäßig an kurzfristig realisierbaren Verbesserungen auf Grundlage der vorhandenen Infrastruktur. Allerdings lassen sich mit diesem Ansatz nicht immer die gewünschten Erreichbarkeiten erzielen, so dass zwangsläufig auch längerfristige Entwicklungsoptionen eine Rolle spielen mussten.

Auch wenn man sich in den Zielen weitgehend einig ist, besteht im Detail weiterhin ein intensiver Diskussionsbedarf.

Inhaltlich wurden während der Laufzeit des Projekts eine Reihe von Ideen entwickelt und kommuniziert. Einige konkrete Verbesserungen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr wurden bereits während der Laufzeit des Projekts realisiert oder auf den Weg gebracht. Hervorzuheben sind neben den konkreten Angebotsverbesserungen die Vorschläge für neue Trassenangebote, die von den beiden Netzgesellschaften, der Deutschen Bahn AG und der nationalen polnischen Bahngesellschaft "Polskie Koleje Państwowe (PKP)", am Rande des Fachgesprächs im Juni 2010 vereinbart wurden. Sie zielen auf eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Angebots zur Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2012.

Die entscheidenden Akteure für die Umsetzung der Ideen werden nach wie vor die Aufgabenträger in Deutschland und Polen und die beteiligten Schienenverkehrsunternehmen sein. Dennoch können politische und fachliche Partner den Prozess vorantreiben und beschleunigen. Von besonderer Bedeutung sind die bisher nicht ausreichend fixierten Ziele und Arbeitsrichtungen in einzelnen Korridoren, in denen heute die regionalen Interessen und die Auffassungen bei potenziellen Partner noch auseinander driften. Diese unter dem Blickwinkel einer beschleunigten Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung guter Erreichbarkeiten zu fixieren, bleibt eine Aufgabe für die Zukunft. Gerade die Vermittlung der Erfahrungen aus dem Raum Basel/Freiburg/Mulhouse in der 2. Regionalkonferenz machte deutlich, wie groß die Dynamik in der Entwicklung grenzüberschreitender Verbindungen sein kann. Dies auf den deutsch-polnischen Grenzraum zu übertragen, sollte ein vordringliches Anliegen sein.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Jens Kurnol
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung

Tel.: +49 228 99401-2304
jens.kurnol@bbr.bund.de

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