Logo: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung



Kommunale Konzepte: Wohnen

Konzept

Projektphasen/Forschungsfahrplan

Das Forschungsfeld umfasste drei Arbeitsphasen. In der Vorbereitungsphase bis Ende Mai 2007 wurden zunächst die zu fördernden Modellvorhaben ausgewählt. In der zweiten Projektphase (Juni 2007 bis Mai 2009) wurden die Modellvorhaben kontinuierlich bei der Erstellung, Weiterentwicklung oder Umsetzung ihrer Konzepte begleitet. Neben Startworkshops in den einzelnen Modellkommunen fanden drei Projektwerkstätten für die am Forschungsfeld beteiligten Akteure statt. In der abschließenden Phase wurden Ende 2009 die Modellvorhaben im Querschnitt ausgewertet und die Forschungsfragen vorhabenübergreifend beantwortet. Darüber hinaus wurden in dieser Phase Empfehlungen zur Erstellung, Weiterentwicklung und Umsetzung "Kommunaler Konzepte: Wohnen" abgeleitet. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens wurden schließlich im Rahmen der Abschlussveranstaltung vorgestellt und diskutiert.

Leitziele

Folgende Leitziele lagen dem Forschungsfeld zu Grunde:

  • Modellhafte Erprobung "Kommunaler Konzepte: Wohnen" und konkreter Maßnahmen zur Lösung zukünftiger wohnungs- und stadtentwicklungspolitischer Maßnahmen
  • Erprobung innovativer Instrumente und Ansätze zur Einbindung wohnungspolitischer Akteure in die Konzepterarbeitung bzw. Umsetzung
  • Ableitung von Erfolgsfaktoren für die Erstellung, Weiterentwicklung und Umsetzung von "Kommunalen Konzepten: Wohnen" sowie
  • inhaltliche und methodische Weiterentwicklung des Instrumentes durch einen intensiven fachlichen Erfahrungsaustausch der am Forschungsfeld beteiligten Akteure.

Anhand von beispielhaften und innovativen Modellvorhaben, die unterschiedliche Stadien der Konzeptreife repräsentierten (Ersterstellung, Weiterentwicklung oder Umsetzung), wurde ein Beitrag zur Optimierung und Weiterentwicklung des Instrumentariums "Kommunale Konzepte: Wohnen" geleistet.

Forschungsleitfragen

Zentrale Forschungsleitfragen des Forschungsfeldes waren:

  • Welchen Beitrag leisten "Kommunale Konzepte: Wohnen" zur Bewältigung der Anforderungen an die kommunale Wohnungspolitik und Stadtentwicklung?
  • Wie lassen sich diese Konzepte mit anderen Instrumenten der Stadtentwicklung zu einem städtischen Gesamtkonzept verbinden bzw. wie lassen sie sich in ein städtisches Gesamtkonzept integrieren?
  • Was sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren bei der Erstellung und Weiterentwicklung "Kommunaler Konzepte: Wohnen"?
  • Welche Kommunikations- und Moderationsmodelle sind erfolgversprechend?
  • Welche Instrumente sind zur Umsetzung der Konzepte geeignet?
  • Wie lässt sich der Umsetzungserfolg der "Kommunalen Konzepte: Wohnen" messen?

Themenfelder

Wichtige Aufgabenfelder waren zu Beginn des Forschungsvorhabens vor allem die nachfragegerechte Entwicklung der Wohnungsbestände, die Wohnraumversorgung von Haushalten mit Marktzugangsschwierigkeiten und die Verknüpfung wohnungspolitischer Ansätze mit den jeweiligen stadtentwicklungspolitischen Schwerpunkten.

Folgende vier Themenfelder erhielten einen zentralen Stellenwert im Rahmen des Forschungsfeldes:

Zielgruppenspezifische Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes

Das Foto zeigt ein älteres Ehepaar, das Hand in Hand auf dem Gehsteig spaziert.


Ausgewählte Forschungsfragen:

Auf welche Weise können gesicherte Perspektiven der künftigen Nachfrageentwicklung gewonnen werden?

Welche Zielgruppen mit welchen spezifischen Wohnbedürfnissen fragen zukünftig Wohnraum nach?

Welche Steuerungsinstrumente, Kooperationsformen und Beratungsangebote sind zur Schaffung zielgruppenspezifischen Wohnungsangebote geeignet?

Soziale Wohnraumversorgung

Das Foto zeigt ein Gebäude im Geschosswohnungsbau. Die Balkone und die Fassade des Gebäudes deuten auf Renovierungs- bzw. Sanierungsbedarf hin.


Ausgewählte Forschungsfragen:

Wie kann langfristig ein ausreichendes Angebot an preisgünstigem Wohnraum erhalten bzw. geschaffen werden?

Welche Instrumente sind auf schrumpfenden, stagnierenden und wachsenden Märkten zur Sicherung des preisgünstigen Wohnraums erforderlich?


Förderung der Innenentwicklung

Auf dem Foto ist ein Haus der Gründerzeit in städtischer Lage zu sehen. Der Baukran sowie die teilweise verhüllte Fassade des Gebäudes machen auf den Umbau bzw. die Sanierung des Gebäudes aufmerksam.


Ausgewählte Forschungsfragen:

Welche wohnungs- und stadtentwicklungspolitischen Strategien unterstützen eine Innenentwicklung?

Wie können lokale Akteure, Investoren, aber auch Bürger eingebunden und die Akzeptanz der Konzepte erhöht werden?


Kooperation der Wohnungsmarktakteure

Auf dem Foto ist eine Arbeitsgruppe zu sehen, die an einem Runden Tisch diskutiert.


Ausgewählte Forschungsfragen:

Welche Akteure sollten in welchem Stadium der Konzepterarbeitung in den Prozess eingebunden werden?

Wie können private Wohnungseigentümer stärker als bislang in den Prozess eingebunden werden?

Wie können möglichst weitreichende Vereinbarungen zwischen den Wohnungsmarktakteuren erzielt werden?

Darüber hinaus wurden Themen, wie Wohnungsmarktbeobachtung, Bürgerbeteiligung und interkommunale Abstimmung derartiger Konzepte einbezogen.

In den Modellvorhaben wurden innovative Ansätze entwickelt, die zur Lösung der dargestellten Aufgaben und Fragestellungen der zukünftigen Wohnungspolitik und Stadtentwicklung beitragen.

Zusatzinformationen

Logo  Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

Kontakt

Mathias Metzmacher
Referat II 12 - Wohnen und Gesellschaft

Tel.: +49 228 99401-2620
Fax: +49 228 9910 401-2620
mathias.metzmacher@bbr.bund.de

Zum Projekt

Weitere Infos



Diese Seite:

© Copyright by BBR. Alle Rechte vorbehalten.