Gestaltung urbaner Freiräume
Dokumentation der Fallstudien im Forschungsfeld "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere". Werkstatt: Praxis Heft 61, Hrsg.: BMVBS/BBR, Bonn 2008
Wie lässt sich die Attraktivität von Stadtquartieren für alle Bevölkerungsgruppen verbessern? Diese Frage ist zentral für die Standortqualitäten der Städte. Nicht erst seit der Verabschiedung der "Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt" ist eine Rückbesinnung auf die Vorteile urbaner Lebensformen erklärtes Ziel der Städtebaupolitik des Bundes.
Das Forschungsfeld "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere" im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus wurde eingerichtet, um dieses Ziel zu erreichen: Es geht darum, Strategien für die Anpassung der Städte an die Bedingungen des demographischen Wandels zu entwickeln. Seit dem Jahr 2006 werden in 26 Modellvorhaben und 30 Fallstudien die Strategien von Kommunen, privaten Trägern und Wohnungsunternehmen untersucht, Stadtquartiere für alle Generationen zu profilieren.
Entsprechend der zentralen Handlungsfelder wurden Themenschwerpunkte gesetzt, um Stadtquartiere für alle Generationen zu qualifizieren: Gemeinschaftseinrichtungen, urbane Freiräume und das Wohnen in Nachbarschaften.
Aus dem Themenschwerpunkt "Gestaltung urbaner Freiräume" werden die Ergebnisse der Untersuchung von neun Fallstudien dargestellt. Sie zeigen, dass es einer integrierten Planung bedarf, um Freiräume für Jung und Alt zu schaffen: nötig ist ein offener Prozess, der schon bei der Programmfindung beginnt, eine umfassende Vermittlung an alle Nutzer, eine qualitätvolle bauliche Lösung. Da die öffentliche Hand nicht mehr in der Lage ist, all diesen Anforderungen nachzukommen, stellt sich immer wieder die Frage nach der Finanzierbarkeit des Um- und Ausbaus und der Unterhaltung. Hier ist eine Aktivierung und Beteiligung aller Quartiersakteure, junger und alter Bewohner ebenso wie der Gewerbetreibenden nötig. In diesem Heft werden neue Ideen und neue Partnerschaften aufgezeigt, die solche sozialen und räumlichen Gestaltungsprozesse in Gang zu setzen.
Bearbeitung:
Becker Giseke Mohren Richard bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin (Auftragnehmer)
Dr. Carlo W. Becker, Sven Hübner
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn
Stephan Willinger stephan.willinger@bbr.bund.de, Lars-Christian Uhlig lars-christian.uhlig@bbr.bund.de
- vergriffen -
ISBN 978-3-87994-961-8, urn:nbn:de:0093-WP6108R237
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Inhalt
Kurzfassung / Summary
Teil I - Ergebnisse
1 Einführung
1.1 Der demographische Wandel - Herausforderungen für die Freiraumentwicklung
1.2 Handlungsfelder für die Gestaltung urbaner Freiräume in den Stadtquartieren
2 Ziele und Aufgabenstellung des Forschungsfeldes
2.1 Forschungsleitfragen
2.2 Untersuchung der Fallstudien
2.3 Untersuchungsansatz
3 Typologie urbaner Freiräume, Gestaltungsanforderungen
3.1 Freiraumtypen im Quartierskontext
3.2 Anforderungen an die Freiraumgestaltung
3.3 Exkurs 1 - Image- und Wertgewinn der Stadtquartiere durch Freiraumentwicklung
4 Freiräume für alle Generationen - von der Strategie bis zu baulichen Lösungen
4.1 Kooperationen und Strategien für eine neue Freiraumproduktion
4.2 Exkurs 2 - Grünflächen und Stadt quartiere: Strategien aus der Sicht der Verwaltung
4.3 Der Planungsprozess
4.4 Räumliche, bauliche und gestalterische Lösungen
Teil II - Fallstudien
Fallstudie Wuppertal-Ölberg: Umgestaltung des Schusterplatzes
Fallstudie Essen-Altendorf: Ein Platz für alle an der Christuskirche
Fallstudie Mannheim: Quartiersentwicklung Jungbusch/Verbindungskanal
Fallstudie Bohmte: "Shared Space"
Fallstudie Dessau - Am Leipziger Tor: 400 qm Dessau
Fallstudie Chemnitz: Bunte Gärten vom Sonnenberg
Fallstudie Niedersachsen/Hannover-Linden: Sicherheit im öffentlichen Raum planen und gestalten/Küchengartenplatz
Fallstudie Hamburg : Freiraum und Mobilität für ältere Menschen in starken Nachbarschaften
Fallstudie Saarbrücken: Freiraumentwicklungsprogramm Saarbrücken
Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis des Ressortforschungsprojektes "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere".
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