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Gibt es eine neue Attraktivität der Städte?

Konzept

Innovatives Fallstudienkonzept

Mit der Forschungskonzeption wird Neuland betreten. Fragen zur Bevölkerungsentwicklung und zur Attraktivität der Städte sollen aus der Perspektive der Städte selbst beantwortet werden. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und die Akteure aus 11 deutschen Großstädten arbeiten Hand in Hand mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen für die Stadtpolitik des Bundes zu erarbeiten. Voraussetzung für das Gelingen ist über die Kooperation zwischen den Städten und dem BBSR eine Ämter übergreifende Koordination innerhalb der Städte, die mindestens Städtestatistik, Stadtentwicklung und Stadtplanung mit einschließt.

Das Projekt ermöglicht einen unmittelbaren Erfahrungsaustausch zwischen dem BBSR und den Städten, aber auch zwischen den Städten untereinander. Die Internetpräsentation dient deswegen auch als Plattform für den Austausch Projekt relevanter Materialien aller Beteiligten (Rubrik "Arbeitsmaterialien").

Collage von drei Fotos aus Frankfurt am MainQuelle: Brigitte Adam, BBSR, Referat I2

Start dieses gemeinsamen Forschungsprojektes war ein Auftakttreffen am 19. November 2009 im Frankfurt am Main. Bei diesem Termin wurde als Leitlinie für die Forschungsarbeit ein Fragenkatalog abgestimmt. Dieser Katalog ist im Sinne der Vergleichbarkeit bindend für alle beteiligten Städte, lässt aber gleichzeitig Nuancen bei der Schwerpunktsetzung und bei der Beantwortung zu.

Forschungsfragen

  • Welches sind die Zuzugsschwerpunkte, was zeichnet sie aus und wer zieht dort hin? Gibt es eine räumliche oder milieumäßige Konzentration?
  • Wie lange ist die durchschnittliche Wohndauer in Stadt und Stadtquartier nach unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen? (Vergleichsmöglichkeit: BBSR-Umfrage)
  • Welche lokalen und regionalen Einflussfaktoren werden in den Kommunen für die positive Bevölkerungsentwicklung verantwortlich gemacht?
  • Welche dieser Faktoren sind kommunalplanerisch beeinflussbar und welche nicht?
  • Spiegeln die Bevölkerungsgewinne eine Art "Rückbesinnung" auf urbane Lebensweisen?
  • Lässt sich eine Veränderung der Wohnpräferenzen ableiten? (Wohnformen, Standorte, Umfeld)
  • Inwieweit wurde seitens Stadtplanung und Stadtentwicklung mit ihren Strategien und Instrumenten auf eine positive Bevölkerungsentwicklung hingearbeitet (z.B. angebotsorientierte Bauleitplanung, Baulandbereitstellung, Kooperation mit Eigentümern zur Bestandsqualifizierung, Brachflächenreaktivierung, Qualifizierung der öffentlichen Räume)?
  • Wie haben sich die Arbeitsplätze in Stadt und Umland entwickelt?
  • Wurde auf ein gleichzeitiges Wachsen von Bevölkerung und Arbeitsplätzen hingewirkt? Wurden beide Entwicklung und die jeweilige Standortfrage im Zusammenhang betrachtet?
  • Wie bewertet die Kommune die Bevölkerungsgewinne der letzten Jahre?
  • Was wird positiv bewertet – z.B. eine bessere Verzahnung von Wohnen und Arbeiten, eine gute Auslastung der vorhandenen Infrastruktureinrichtungen, höhere Steuereinnahmen?
  • Was wird möglicherweise negativ bewertet – z.B. Reduzierung der Freiflächenanteile, zu starke bauliche Verdichtung, erhöhtes Verkehrsaufkommen, zunehmende soziale Fragmentierung?
  • Wie geht die Stadtplanung mit dem Wachstum und seinen Folgen um? Wie gehen die Kommunen mit endlichen Flächenressourcen um?
  • Welche Strategien/Instrumente der Stadtentwicklungspolitik des Bundes und des Landes unterstützen oder erschweren ein "Zurück in die Stadt" (inklusive möglicher Ressortforschungsansätze)?


Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Brigitte Adam
Referat I2 - Stadtentwicklung

Tel.: +49 228 99401-2325
brigitte.adam@bbr.bund.de

Dr. Gabriele Sturm
Referat I 6 - Raum- und Stadtbeobachtung

Tel.: +49 228 99401-1360
gabriele.sturm@bbr.bund.de

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