Langzeitwirkungen und Effektivierung der Städtebauförderung
Konzept
Bei der Analyse der Wirkungen der Städtebauförderung zeigte sich die methodische Schwierigkeit, dass vielfältige, sich gegenseitig beeinflussende sozio-ökonomische und räumlich-funktionale Faktoren mit unterschiedlicher Intensität, räumlicher Reichweite und Dauer zusammenwirkten. Aufgrund dieses komplexen Ursache-Wirkungs-Gefüges war es eine wesentliche Herausforderung dieses Projektes, die durch die Städtebauförderung angestoßenen Effekte zu isolieren und zu beschreiben.
Um diese komplexen Effekte zu erfassen, bot sich ein induktives und methodisch flexibles Vorgehen an, das sich wesentlich auf explorative Fallstudien stützt. Diese dienten dazu, vertiefende und qualitativ bzw. argumentativ beschreibbare Erkenntnisse zu erlangen. Ein besonderes Gewicht kam dabei der sorgfältigen Auswahl der Fallstudien zu, damit eine möglichst große Spannbreite an charakteristischen und aussagekräftigen Projekten erfasst werden konnte.
Insgesamt wurden hierzu 27 Fallbeispiele aus dem gesamten Bundesgebiet für die vertiefende Untersuchung herangezogen. Dabei fand eine Nachbetrachtung abgerechneter oder zumindest weit fortgeschrittener Sanierungsmaßnahmen statt, um gezielt die längerfristigen Wirkungen zu erfassen. Im Mittelpunkt standen insbesondere
- die Betrachtung der Effektivität der Fördermittelverteilung,
- die Beschreibung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen der eingesetzten Finanzmittel einschließlich nicht intendierter Effekte
- sowie die Analyse der organisatorischen Abläufe und des administrativen Vollzugs.
Durch eine intensive Einbeziehung von Sanierungsbeteiligten aus den Ländern, von Sanierungsbeauftragten und von Kommunen konnte sichergestellt werden, dass das Projekt umfassende und abgesicherte Erkenntnisse lieferte.
