Die städtische Dimension in den deutschen Strukturfondsprogrammen
Konzept
Im Forschungsvorhaben wurden systematisch die Strategie- und Programmebenen sowie die Projektebene der Strukturfondsförderung betrachtet. Aus dem genannten Verfahren (vgl. Abbildung 1) leiteten sich chronologisch folgende drei Arbeitsschritte ab:
- Untersuchung der Städtischen Dimension auf Programm- und Strategieebene,
- Betrachtung der Städtischen Dimension auf Projektebene,
Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Verankerung der Städtischen Dimension in der Kohäsionspolitik nach 2013
Abbildung 1: Untersuchungsdesign des Forschungsvorhabens
Quelle: Eigene Darstellung des Auftragnehmers
Im ersten Arbeitsschritt wurden der Begriff "Städtische Dimension" abgegrenzt sowie Art und Umfang der Verankerung der Städtischen Dimension in den Operationellen Programmen beschrieben. Die Klärung zeigte sich auf Grund stark variierender Begriffsauffassungen erforderlich. Die Betrachtung von Strukturfondsvergaberichtlinien der Länder wurde, sofern für die Einschätzung von Maßnahmen in den Operationellen Programmen erforderlich, als weitere Betrachtungsebene hinzugezogen.
Im zweiten Arbeitsschritt wurde die Nachfragerseite von Strukturfondsmitteln - die Ebene konkreter Projekte - untersucht. Aus EU-Strukturfondsgeldern geförderte Maßnahmen mit städtischem Bezug wurden hierzu identifiziert und analysiert. Ausgewählte Projekte, die eine Spannbreite sowohl von best als auch von worst practice Beispielen aufzeigen sollten, wurden im weiteren Vorgehen aufbereitet und in einem Workshop im Juni 2009 von Vertretern des Bundes, der Länder und der beteiligten Gemeinden diskutiert.
Den dritten Arbeitsschritt leitete die Verschneidung der Erkenntnisse aus der Untersuchung von Programm- und Projektebene ein. Der hier herausgearbeitete Ist-Stand der Integration der Städtischen Dimension bildete die Grundlage für die Ableitung allgemeiner Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Ausrichtung der Kohäsionspolitik.
Ergebnisse aus der beschriebenen Verschneidung von Arbeitsebenen sowie die abgeleiteten Handlungsempfehlungen waren Gegenstand eines Abschlussworkshops im April 2010 mit ausgesuchten Vertretern von Bund, Ländern und Gemeinden.
